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Alkohol-Kontrollen: Polizei nimmt Lkw-Fahrern die Schlüssel ab | BR24

© BR Fernsehen

In Ober- und Unterfranken hat die Polizei zum ersten Mal nächtliche "Abfahrtskontrollen" bei Lkw-Fahrern durchgeführt. Das Ziel war, Alkoholfahrten zu verhindern. Insgesamt wurden 377 Fahrer vor dem Start kontrolliert, 15 durften nicht weiterfahren.

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Alkohol-Kontrollen: Polizei nimmt Lkw-Fahrern die Schlüssel ab

In Ober- und Unterfranken hat die Polizei zum ersten Mal nächtliche "Abfahrtskontrollen" bei Lkw-Fahrern durchgeführt. Das Ziel war, Alkoholfahrten zu verhindern. Insgesamt wurden 377 Fahrer vor dem Start kontrolliert, 15 durften nicht weiterfahren.

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Die Kontrollen begannen am Sonntagabend ab 20 Uhr. Auf Autobahnparkplätzen führten die Beamten gezielt Alkoholtests bei Brummi-Fahrern durch, bevor die Lkw um 22 Uhr nach dem Wochenend-Fahrverbot wieder starten durften. In Unterfranken wurden insgesamt 57 Fahrzeuge kontrolliert. Vier Lkw-Fahrern wurde wegen ihres Alkoholpegels vorübergehend der Schlüssel abgenommen. In Oberfranken kontrollierten die Polizisten über 320 Lastwagenfahrer. Elf Fahrer waren fahruntüchtig, einen betrunkenen Lkw-Fahrer trafen die Beamten bereits während der Fahrt an. Er muss sich nun strafrechtlich wegen Trunkenheit im Straßenverkehr verantworten.

Lkw-Kontrollen in Franken: Rund 70 Polizisten im Einsatz

Ab 22.00 Uhr bis 2.00 Uhr früh wurden dann LKW-Fahrer aus dem fließenden Verkehr heraus nach Alkohol kontrolliert. Hier gab es in Unterfranken ein erfreuliches Ergebnis: Bei keinem Fahrer stellten die Polizisten alkohol- oder drogenbedingte Ausfallerscheinungen fest. Alleine in Unterfranken waren rund 70 Beamte aus allen drei Verkehrspolizeiinspektionen an der Kontrollaktion beteiligt, unterstützt durch Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei.

© Wolfram Hanke/BR-Mainfranken

In Ober- und Unterfranken hat die Polizei zum ersten Mal nächtliche "Abfahrtskontrollen" bei Lkw-Fahrern durchgeführt. Das Ziel war, Alkoholfahrten zu verhindern. Insgesamt wurden 377 Fahrer vor dem Start kontrolliert, 15 durften nicht weiterfahren.

Lkw-Fahrer mit spektakulärer Trunkenheitsfahrt in Schwaben

In Schwaben hatte erst in der Nacht zum Sonntag ein betrunkener Lkw-Fahrer mit einer Schlangenlinienfahrt für Schlagzeilen gesorgt. Der Fahrer aus Ungarn hinterließ im Industriegebiet von Horgau (Lkr. Augsburg) eine Spur der Verwüstung. Auf seiner Fahrt beschädigte er sechs Bäume in einem Grünstreifen, zwei Bäume wurden sogar entwurzelt. Außerdem rammte er einen am Straßenrand geparkten unbeladenen Autotransportanhänger und eine große Werbetafel eines ortsansässigen Industrieunternehmens. Beschädigt wurden bei der Verwüstungsfahrt auch die sieben hochpreisigen Sportwagen auf dem Lastwagen.

Ähnliche "Abfahrtskontrollen" in Hessen und Niederbayern

Den nun durchgeführten Kontrollen in Unter- und Oberfranken gingen bereits zwei vergleichbare Aktionen voraus: Am 27. Januar wurde im benachbarten Hessen kontrolliert. Die Bilanz: 1.200 kontrollierte Fahrzeuge und 190 alkoholisierte Fahrzeuglenker. 80 Fahrern wurde der Schlüssel abgenommen. Am 24. März folgte dann eine Kontrollnacht in der Oberpfalz. Die Bilanz hier: 700 kontrollierte Fahrzeuge, 40 sichergestellte Schlüssel.