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"Alan Kurdi" sitzt im Hafen von Palermo fest - Technische Mängel | BR24

© picture alliance / AP Photo

Die "Alan Kurdi" der deutschen Seenotrettung Sea Eye.

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    "Alan Kurdi" sitzt im Hafen von Palermo fest - Technische Mängel

    Das Seenotrettungsschiff "Alan Kurdi" der Regensburger Hilfsorganisation Sea-Eye liegt im Hafen von Palermo fest. Die italienische Küstenwache hat technische und betriebliche Mängel festgestellt.

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    Das Seenotrettungsschiff "Alan Kurdi" der Regensburger Seenotrettung "Sea-Eye"darf den Hafen von Palermo bis auf weiteres nicht verlassen. Das entschied die italienische Küstenwache nach einer Inspektion am Dienstagabend. Dabei seien "technische und betriebliche Unregelmäßigkeiten" festgestellt worden. Die Sicherheit der an Bord befindlichen Personen sei daher nicht gewährleistet. Zudem stellten die Beamten Verstöße gegen Umweltschutzvorschriften fest.

    Überdurchschnittlich oft kontrolliert

    Vor einer Weiterfahrt müssten die Mängel zuerst behoben werden, hieß es. Man sei darüber auch mit dem Flaggenstaat Deutschland im Gespräch. Sea-Eye kritisierte die italienischen Behörden scharf. Das Schiff habe in den vergangenen 16 Monaten vier Überprüfungen in Italien und Spanien bestanden, üblich sei eine Kontrolle pro Jahr.

    Zudem hätten die Kontrolleure "keine Glühbirne in der Fassung" gelassen und die Eignung des Schiffs zur Seenotrettung grundsätzlich in Frage gestellt.

    "Zu argumentieren, dass dieses Schiff ungeeignet sei, während geeignetere von staatlichen Akteuren keine Seenotrettung mehr durchführen, ist nicht nur grotesk, sondern rechtlich unhaltbar." Sprecher von Sea-Eye

    Die "Alan Kurdi" könne im Mai nun voraussichtlich keinen Einsatz mehr beginnen. Es sei zudem zynisch, die Geretteten an Bord zunächst tagelang festzuhalten, um dann dem Schiff zu attestieren, dass es für ihre Versorgung ungeeignet sei. "Tatsache ist, dass die Crews der 'Alan Kurdi' insgesamt 688 Menschen das Leben retteten, ohne dass einem Crewmitglied oder einem Geretteten etwas zugestoßen wäre. Viele dieser Menschen hätten ohne die 'Alan Kurdi' nicht überlebt", so der Sprecher.

    Am 6. März hatte die Crew 146 Migranten aus Seenot geborgen. Zusammen mit 34 Geretteten von einem spanischen Boot waren sie im Anschluss auf eine italienische Fähre vor Palermo verlegt worden, wo sie vom Roten Kreuz versorgt und auf eine mögliche Corona-Infektion überprüft wurden. Dort durften sie am Montag anlegen.

    Schiff soll für nächsten Einsatz vorbereitet werden

    Die aktuellen Beanstandungen zielten auf deutsche Gesetze ab, fügte Sea-Eye hinzu. Die italienischen Behörden hätten einen Dialog mit Deutschland angekündigt. Die Organisation sicherte zu, die berechtigten Beanstandungen zu beheben und das Schiff auf seinen nächsten Einsatz vorzubereiten.

    Unterdessen wartet ein Handelsschiff einer schleswig-holsteinischen Reederei im Mittelmeer auf Zuweisung eines EU-Hafens. Die "MV Marina" war am Wochenende auf dem Weg von Tunesien nach Malta, als es von den maltesischen Behörden den Auftrag bekam, sich an einer Rettungsaktion zu beteiligen. Das Schiff nahm Medienberichten zufolge mindestens 77 Bootsmigranten auf.

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