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"Alan Kurdi"-Crew mit Corona-Schutzkleidung im Einsatz | BR24

© Sea-Eye

Die "Alan Kurdi" ist als einziges Seenotrettungsschiff unterwegs.

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    "Alan Kurdi"-Crew mit Corona-Schutzkleidung im Einsatz

    Die Regensburger Seenotretter von Sea-Eye haben die "Alan Kurdi" vor die libysche Küste entsandt. An Bord gibt es Schutzkleidung. Wegen der Corona-Krise rechnet die Organisation im Fall einer Rettung mit großen Schwierigkeiten.

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    Das Rettungsschiff "Alan Kurdi" der Regensburger Seenotrettungsorganisation Sea-Eye ist derzeit nach eigenen Angaben als einziges Rettungsschiff unterwegs in die libysche Such- und Rettungszone. Die Corona-Krise würde Seenotrettungen erschweren.

    Seenotretter rechnen mit großen Problemen

    Wie die Organisation mitteilte, gebe es wegen der Corona-Krise umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen an Bord der "Alan Kurdi", die sich bereits in internationalen Gewässern befinde. Unter anderem habe man ausreichende Schutzausrüstung für die Besatzungsmitglieder an Bord. Außerdem habe man einen "Outbreak Management Plan" erstellt. Die Rettungsorganisation rechnet aber mit großen Schwierigkeiten, falls es tatsächlich zu einer Rettung von Geflüchteten kommen sollte. Es werde dann problematisch, einen sicheren Hafen zugeteilt zu bekommen.

    Kapitänin fühlt sich zu Mission verpflichtet

    Wegen der Corona-Krise sei es seit Wochen keiner Hilfsorganisation gelungen, ein Rettungsschiff zu entsenden. Gerade deshalb fühle man sich aber verpflichtet, im Einsatz zu sein, so Bärbel Beuse, Kapitänin der "Alan Kurdi“.

    Das Schiff ist nach achtwöchiger Pause unterwegs. Zuletzt meldete die Organisation Ende Januar zwei Rettungseinsätze der "Alan Kurdi" vor Libyen Küste. Insgesamt 78 Menschen waren damals laut Sea-Eye von zwei seeuntüchtigen Booten gerettet worden.