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AKW Gundremmingen: Wird das Zwischenlager zum Endlos-Lager? | BR24

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KW Gundremmingen

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AKW Gundremmingen: Wird das Zwischenlager zum Endlos-Lager?

Gundremmingen ist der Ort mit dem meisten Atommüll Deutschlands. Das sagt der Sprecher einer Bürgerinitiative. Abklingbecken seien randvoll mit Spalt-Elementen. Bürger fürchten, dass das frühere AKW de facto ein Endlager wird.

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Gundremmingen ist der Ort mit dem meisten Atommüll Deutschlands. Das sagt Raimund Kamm vom „Forum Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V.“. Weil die Bürgerinitiative verhindern will, dass der Atommüll dauerhaft in Gundremmingen gelagert wird, hat sie den Präsidenten des Bundesamts für kerntechnische Entsorgungssicherheit, Wolfram König, zu einer Veranstaltung am Donnerstagabend ins benachbarte Günzburg eingeladen.

Ins Zwischenlager soll noch deutlich mehr Atommüll kommen

Vom Chef der obersten deutschen Atommüllbehörde will sie unter anderem erfahren, wie es konkret mit dem in Gundremmingen gelagerten Atommüll weitergehen soll, welche Pläne es dafür gibt. Denn laut Raimund Kamm vom „Forum“ sind die sogenannten Abklingbecken der Reaktorblöcke B und C randvoll mit Spaltelementen. Diese sollen in einigen Jahren in Castoren umgepackt und in das Zwischenlager auf dem AKW-Gelände gebracht werden.

Das "Forum" will verhindern, dass aus diesem oberirdischen Zwischenlager ein „Endlos-Lager“ wird. Auch die Vorsitzende des Umweltausschusses des Bayerischen Landtags, Rosi Steinberger, hat ihre Teilnahme an der Veranstaltung am Abend in Günzburg zugesagt.

Zuletzt hatte es bereits Debatten um Abfälle aus dem AKW gegeben: Seit Jahren werden die aus dem Atomkraftwerk in Gundremmingen in die Müllverbrennungsanlage in Weißenhorn gebracht. Die SPD im Landkreis Neu-Ulm befürchtet Schäden für Mensch und Umwelt fordert ein Ende der Verbrennung.