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Akutes Risiko - Platzt die Immobilienblase in München? | BR24

© BR/ Brigitte Heming

Stadtansicht von München.

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    Akutes Risiko - Platzt die Immobilienblase in München?

    In keiner anderen Metropole der Welt ist das Risiko einer Immobilienblase derart hoch wie in der bayerischen Landeshauptstadt, so die Einschätzung der Schweizer Großbank UBS. Die Corona-Krise sollte nun zeigen, ob die Preise gerechtfertigt sind.

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    Die Preise für Immobilien steigen und steigen. Doch wie lange noch? München liegt beim Risiko einer Immobilienblase nach Einschätzung der Großbank UBS weltweit vorne. Die Stadt zeigt unter 25 betrachteten Metropolen die deutlichsten Zeichen einer Überhitzung, so das Schweizer Geldhaus.

    In keiner anderen Stadt der Welt ist das Risiko so hoch

    Die Bank errechnete in ihrem "Global Real Estate Bubble Index 2020" für München den Wert von 2,35 (gefolgt von Franktfurt mit 2,26). Bei mehr als 1,5 Punkten bestehe ein sogenanntes Blasenrisiko. Damit liegen München und Frankfurt vor Weltstädten wie Paris, London, Amsterdam und Hongkong.

    Starke Wirtschaft - wenig Neubauten

    In München befeuerten die starke lokale Wirtschaft und ein solides Bevölkerungswachstums weiter die Immobilienmärkte. Gleichzeitig entstehe zu wenig neuer Wohnraum, heißt es von UBS.

    Was ist eine Immobilienblase?

    Als Immobilienblase definiert die UBS eine starke und anhaltende Abweichung des Preisniveaus von Fundamentaldaten in Städten - etwa Einkommen, Wirtschaftswachstum und Bevölkerungswanderung. Betrachtet man jedoch, wie viel von ihrem Einkommen qualifizierte Arbeitnehmer für eine zentrumsnahe 60-Quadratmeter-Wohnung ausgeben müssen, stehen Frankfurt und München weit hinter Tokio, Hongkong, London und Paris.

    Und trotzdem steigen die Preise noch

    Die Stabilität der Immobilienmärkte trotz Corona-Krise lasse sich auch mit den Staatshilfen für die Wirtschaft erklären, die viele Menschen vor Einkommenseinbußen bewahrten. Auch liefen die Immobilienmärkte der Konjunktur nach. Trotz der globalen Rezession habe sich das inflationsbereinigte Preiswachstum bei Wohnimmobilien in den vergangenen vier Quartalen beschleunigt.

    Mieten fallen bereits mancherorts

    Die Folgen der Pandemie - wie sinkende Einkommen und mehr Homeoffice - dürften aber die Wohnungsnachfrage in Stadtzentren schwächen. Anders als bei den Preisen gehe die Richtung der Mieten mancherorts schon nach unten.

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