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Akute Lawinengefahr: Drei Wintersportler vom Jenner gerettet | BR24

© dpa

Symbolbild: Lawinensuchhund in Bayerischen Alpen

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    Akute Lawinengefahr: Drei Wintersportler vom Jenner gerettet

    Die Bergwacht Berchtesgaden und Personal der Jennerbahn haben am Donnerstagabend zwei Schneeschuh- und einen Skitourengeher gerettet. Die drei konnten unverletzt ins Tal gebracht werden.

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    Zwei Schneeschuhgeher aus Franken waren bei starkem Schneefall in Richtung Torrener Joch aufgestiegen. Sie wollten ursprünglich auf Höhe Mitterkaser wieder umkehren, als ein einzelner Skitourengeher aus dem Landkreis Rosenheim auf das Pärchen stieß und die Führung übernahm.

    Trotz Lawinengefahr aufgestiegen

    Das Trio stieg trotz der aktuell großen Lawinengefahr weiter zum Stahlhaus auf und orientierte sich zunächst an den Schneestangen. Oberhalb der Bergstation, die nicht in Betrieb ist, verloren sie jedoch die Orientierung und setzten kurz nach 17 Uhr einen Notruf ab. Eine Rückkehr ins Tal war ihnen nicht mehr möglich.

    Einheimischer Skitourengeher hilft

    Die Franken stürzten immer wieder, der Rosenheimer Skitourengeher hatte keine Stirnlampe dabei. Daraufhin rückten fünf Einsatzkräfte der Bergwacht aus und zwei Pistenraupenfahrer der Jennerbahn, die eigentlich frei hatten. Zwischenzeitlich hatte sich ein einheimischer Skitourengeher gemeldet, der den Leuten half und es schaffte, sie zur Krautkaser-Bergstation zu bringen. Dort traf eine der beiden Pistenraupen ein und brachte die Gruppe ins Tal.

    Jennerbahn fährt derzeit nur bis zur Mittelstation

    Die Bergwacht weist darauf hin, dass die neue Jennerbahn derzeit nur bis zur Mittelstation fährt. Oberhalb wird der Jenner nicht betreut, und es finden auch keine Lawinensprengungen statt.

    Mehrere Lawinen sind bereits abgegangen

    Wegen starken Schneefalls und Sturms sind bereits einige Lawinen über die Wege abgegangen. Schneeschuhgeher, Skitourengeher und Spaziergänger, die dort unterwegs sind, begeben sich in sehr große Gefahr. Auch für die Einsatzkräfte der Bergwacht ist der Aufstieg bei den aktuellen Schneebedingungen riskant.

    DAV warnt vor Lawinengefahr

    Der Deutsche Alpenverein warnt vor der Lawinengefahr am Wochenende in den Bayerischen Alpen. Robert Mayer, Ressortleiter Bildung beim DAV, geht davon aus, dass sich die Warnstufe 4, die bislang nur in den Chiemgauer und Berchtesgadener Alpen oberhalb der Waldgrenze gilt, auf weitere Gebiete in den Alpen ausdehnen wird. Er rät Bergsportlern dringend, sich nicht abseits der gesicherten Pisten zu bewegen.

    Warnstufe 4: auch im flachen Gelände Lawinengefahr

    Zudem könne bei der Warnstufe 4 eine Lawine schon im flachen Gelände und aus der Entfernung ausgelöst werden, da die Schneebretter durch Neuschnee und Schneeverwehungen aufgrund starken Windes sehr instabil seien. "Wir sollten ganz vorsichtig bleiben dieses Wochenende", sagt Robert Mayer vom DAV.