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Stürmischer Montag in Mittelfranken: über 750 Feuerwehreinsätze | BR24

© BR/Henry Lai

Strommast im Landkreis Ansbach ist abgeknickt

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Stürmischer Montag in Mittelfranken: über 750 Feuerwehreinsätze

Noch 800 Haushalte ohne Strom, 760 Einsätze der Feuerwehr, ein Schwerverletzter und fünf Leichtverletzte in ganz Mittelfranken. Feuerwehr, Polizei und N-Ergie ziehen eine vorläufige Bilanz.

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20.00 Voraussage

In der Nacht sind weiterhin starke Sturmböen gemeldet. Für den Raum Mittelfranken gibt es keine Unwetterwarnung.

19.28 Behinderungen im regionalen Bahnverkehr

Der Regionalverkehr ist im Raum Nürnberg ist zwar teilweise wieder aufgenommen worden, allerdings gibt es in Mittelfranken wieder vermehrt Beeinträchtigungen. So fährt beispielsweise die Nürnberger S-Bahnlinie 2 nicht zwischen Feucht und Nürnberg, zwischen Nürnberg und Treuchtlingen ist der Verkehr eingestellt und auch auch zwischen Gunzenhausen und Pleinfeld, sowie zwischen Wicklesgreuth und Windsbach gibt es Probleme.

18.10 Unterricht findet am Dienstag statt

In allen staatlichen und kommunalen Schulen in Mittelfranken findet morgen die Schule statt. Das teilte die Regierung von Mittelfranken mit. Falls sich die Wetterverhältnisse über Nacht stark verändern, werden die jeweiligen Landkreise selbst entscheiden. Eltern, Schülerinnen und Schüler werden darüber unter anderem in den Radiosendungen des Bayerischen Rundfunks informiert.

17.51 Regionaler Bahn-Verkehr teilweise wieder aufgenommen

Nachdem der Zugverkehr durch Orkantief "Sabine" komplett eingestellt worden ist, fahren inzwischen wieder teilweise regionale Züge. Wie die Deutsche Bahn mitteilt, sind in Nürnberg die S-Bahnen der Linie 2, 3 und 4 wieder in Betrieb. Außerdem fahren die Züge zwischen Wicklesgreuth und Windbach sowie Gunzenhausen und Pleinfeld. Vom Nürnberger Hauptbahnhof kommt man wieder nach Bayreuth und Treuchtlingen. Allerdings warnt die Bahn vor erheblichen Verzögerungen im Regionalverkehr. Busse und Bahnen der VAG im Großraum Nürnberg fahren auf allen Linien wieder nach Plan.

17.30 Beerdigungen in Nürnberg finden am Dienstag statt

Wie die Friedhofsverwaltung Nürnberg mitteilt, werden am am Dienstag (11.02.2020) geplante Bestattungen im Stadtgebiet wieder durchgeführt. Falls es erneut zu Orkanböen komme, werde man im Einzellfall entscheiden, ob die jeweilige Beerdigung stattfinden kann. In den nächsten Tagen sollen die Nachholtermine für die ausgefallenen Bestattungen vereinbart werden. Für Besucher sind die Friedhöfe allerdings auch morgen noch nicht geöffnet.

Die Stadt Nürnberg teilt außerdem mit, dass der Tiergarten am Dienstag wieder geöffnet ist.

© BR

Sturmtief Sabine hat auch in Franken einige Bäume entwurzelt. In Westmittelfranken musste die Feuerwehr am Morgen mindestens 100 Mal ausrücken. Zum Teil fiel der Strom aus. Verletzt wurde niemand.

17.07 Vorläufige Bilanz

Nahezu alle Haushalte wieder mit Strom versorgt, 760 Einsätze der Feuerwehr und ein Schwerverletzter, sowie fünf Leichtverletzte in Mittelfranken aufgrund des Sturms "Sabine" – das ist die vorläufige Bilanz der Integrierten Leitstellen, der Polizei Mittelfranken und der N–Ergie.

Nachdem es zu einigen Stromausfällen in der Region aufgrund des Unwetters kam, fließt der Strom wieder in den Nürnberger Ortsteilen Katzwang und Reichelsdorf. Auch betroffene Haushalte in den Landkreisen Ansbach, Fürth und Nürnberger Land sind wieder versorgt, so der Netzbetreiber N-Ergie. In den Landkreisen Neustadt-Aisch und Roth arbeiten die Techniker noch an den Stromproblemen. Insgesamt waren rund 5.200 Haushalte ohne Strom. Teilweise wurden Notaggregate und Netzstationen bereitgestellt. Gründe für den Ausfall waren meist umgekippte Strommasten oder Bäume, die auf die Stromleitungen gefallen sind. Die Monteure und Techniker der N–Ergie kümmern sich nun um die abgerissenen Leiterseile und befreien die Strommasten von umgefallenen Bäumen.

Die Integrierten Leitstelle Schwabach meldete ca. 230 Einsätze im Stadtgebiet Schwabach sowie den Landkreisen Roth und Weißenburg-Gunzenhausen. Während die Feuerwehr in Schwabach noch beschäftigt ist, wird es im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen inzwischen ruhiger. Die Leitstelle in Ansbach meldet 180 Einsätze und hat inzwischen personell abgebaut. 350 Feuerwehreinsätze gab es in Stadt und Landkreis Nürnberg und Nürnberger Land, Stadt und Landkreis Fürth, Stadt Erlangen und Landkreis Erlangen-Höchstadt. In Nürnberg wurde die Alarmbereitschaft der Feuerwehr aufgehoben. Allerdings bereite man sich, wie in ganz Mittelfranken auf eine weitere stürmische Nacht vor und ist dementsprechend besetzt. Gründe für die Feuerwehreinsätze waren überwiegend umgestürzte Bäume, vereinzelt auch abgedeckte Dächer.

Die Polizei Mittelfranken meldet 350 Einsätze. Darunter sind der Fall eines Schwerverletzten und fünf Leichtverletzte. Die Beamten wurden überwiegend wegen umgestürzter Bäume, abgerissener Äste oder sonstigen Gegenständen gerufen, die Straßen oder Fahrzeuge blockierten.

14.00 Stadt Ansbach mit Zwischenbilanz: Deßmannsdorf ohne Strom

Alleine im Ansbacher Stadtgebiet hat das Sturmtief "Sabine" bis zum späten Vormittag für zahlreiche Einsätze gesorgt. Insgesamt mussten die Einsatzkräfte der Feuerwehr 36 Mal ausrücken, teilte die Stadt mit. Meistens ging es um umgestürzte Bäume oder abgedeckte Dächer. Besonders schwer hat es allerdings den Ortsteil Deßmannsdorf getroffen. Dort ist am Morgen ein Baum auf ein Trafohäuschen gefallen und hat es so stark beschädigt, dass das Dorf seitdem ohne Strom ist. Die Reparaturen dauern immer noch an. Weil auch nach dem Abflauen des Sturms am Nachmittag die Gefahr noch nicht vorüber ist, appelliert die Stadt an ihre Bürger, weiterhin wachsam zu sein. Laut Deutschem Wetterdienst soll es auch am Dienstag stürmisch werden.

© BR/Henry Lai

Viele Bäume sind aufgrund des Sturms in Ansbach umgeknickt

13.57 Stromausfälle auch im Landkreis Fürth

Auch im Landkreis Fürth ist in einigen Haushalten den Strom ausgefallen. Weiterhin sind in Mittelfranken der Landkreis Roth und der Landkreis Ansbach von Stromausfällen betroffen.

13.45 VAG Update: Störung Buslinie 51

Wegen Verschlechterung der Wetterlage im südlichen Teil von Kornburg kommt es bis ca. 16.00 Uhr zu Einschränkungen bei der Buslinie 51. Der Bus fährt aktuell nur zwischen der Station "Frankenstraße" und "Kornburg Schleife". Nicht angefahren werden die Haltestellen zwischen "Schwand Marktplatz" und "Kornburg Süd".

13.30 Sturmschäden in Nürnberg: Baum touchiert Haus und zerstört Garage

Im Nürnberger Stadtteil Katzwang stürzte ein Baum auf ein Haus und anschließend auf die angrenzende Garage. Die 83-jährige Bewohnerin des Hauses wurde bei dem Unglück heute Morgen nicht verletzt. Sie kommt derzeit bei Nachbarn unter. Die Seniorin hatte ursprünglich geplant, in zwei Wochen umzuziehen. Dafür hatte sie bereits vieles zusammengepackt und in der Garage gelagert, die von dem umgestürzten Baum dem Erdboden gleichgemacht wurde. Derzeit haben sich mehrere Helfer aus der Nachbarschaft für die Aufräumarbeiten zusammengetan. Außerdem hat die 83-Jährige eine Baumpflegefirma beauftragt, die sich um den Abtransport des Baumes kümmern soll. Die Wohnsiedlung war am Morgen zudem kurzzeitig ohne Strom, weil ein Baum auf eine Stromleitung gestürzt war. Die N-Ergie hat zur Überbrückung Generatoren aufgestellt, um die Haushalte mit Strom zu versorgen. Im Laufe des Nachmittags soll dann alles wieder wie gewohnt laufen, sagte ein Sprecher dem BR.

13.11 Busse und Bahnen der VAG fahren wieder nach Plan

Busse und Bahnen der VAG im Großraum Nürnberg nehmen wieder ihren regulären Betrieb auf. Dies teilte die Pressesprecherin der Verkehrs-Aktiengesellschaft am Mittag in Nürnberg mit. Aufgrund des Sturms "Sabine" wurden einige Linien aus Sicherheitsgründen seit den frühen Morgenstunden nicht befahren. Dabei waren vor allem bewaldete Strecken betroffen. Falls das Wetter wieder stürmischer wird, werde die VAG entsprechend reagieren. Momentan geht das Verkehrsunternehmen aber nicht davon aus, dass es zu weiteren Einschränkungen kommt.

12.59 Erhöhte Alarmbereitschaft der Feuerwehr aufgehoben

Die Freiwillige Feuerwehr Nürnberg hat ihre erhöhte Alarmbereitschaft aufgehoben. Bereits gegen 12.00 Uhr wurden die Windböen in der Stadt schwächer. Somit konnten Freiwillige Feuerwehr und Berufsfeuerwehr der Stadt Nürnberg alle Einsätze abarbeiten und zu ihren Feuerwachen zurückkehren. Insgesamt rückte die Feuerwehr im Stadtgebiet 184 Mal aus.

12.40 Mittagsbilanz: mehr als 500 Feuerwehreinsätze, ein Schwerverletzter

Die Feuerwehr ist in ganz Mittelfranken bis zum Mittag rund 520 Mal wegen Sturm "Sabine" ausgerückt. Das gaben die Integrierten Leitstellen in Nürnberg, Schwabach und Ansbach bekannt. Gründe für die Einsätze waren vor allem umgestürzte Bäume. In Westmittelfranken wurden außerdem einige Dächer abgedeckt. Die Polizei Mittelfranken meldete ca. 220 Einsätze. Darunter war der Fall eines 20-Jährigen, der in Heßdorf (Lkr. Erlangen-Höchstadt) schwer verletzt wurde. Er wurde von einem Anhänger eines vorbeifahrenden Autos am Kopf getroffen, als er zu Fuß auf dem Gehweg unterwegs war. Durch eine Windböe wurde der Anhänger auf den Gehsteig geschleudert. Der junge Mann wird im Krankenhaus behandelt. Außerdem meldet die Polizei drei Leichtverletzte im Raum Katzwang infolge von herabstürzenden Bäumen.

© BR/Henry Lai

Umgestürzte Bäume im Landkreis Ansbach haben ein Haus getroffen

12.25 Friedhöfe in Nürnberg geschlossen, Markt in Erlangen entfällt

Wegen des Sturmtiefs Sabine sind in den fränkischen Großstädten heute zahlreiche Beerdigungen abgesagt worden. In Nürnberg sind alle Friedhöfe geschlossen, teilte die Stadt mit. In Fürth ist dies mindestens bis zum Mittag der Fall, sagte Stadtsprecherin Susanne Kramer dem Bayerischen Rundfunk. In Erlangen finden Beerdigungen wie geplant statt. In Fürth sind bisher kaum Schäden durch den Sturm zu verzeichnen. Nach Angaben der Feuerwehr seien lediglich zwei bis drei Bäume umgefallen. In Erlangen fehlen heute die Marktstände am Schlossplatz, der Wochenmarkt ist abgesagt. Auch ist die Müllabfuhr in Erlangen nicht unterwegs, Sperrmüll-Fahrten werden verschoben, so die Stadt. Die städtischen Kitas sind in Erlangen und Fürth geöffnet. Der Busverkehr in Fürth läuft normal.

11.25 Tiergarten Nürnberg bleibt zu

Der Nürnberger Tiergarten bleibt wegen Orkantief "Sabine" am Montag geschlossen. Das teilte die Stadt Nürnberg mit. Wegen des Sturms könnten nach Angaben der Behörde Bäume umstürzen und Äste herabfallen, so dass Besucherinnen und Besucher im Tiergarten in Gefahr sind.

10.44 Einschränkungen im Nahverkehr, gestrandete Reisende

Der öffentliche Nahverkehr ist in Nürnberg weiterhin wegen des Sturms eingeschränkt. Bis 11 Uhr werden demnach die Regionalzüge bayernweit stillstehen, auch die S-Bahn Nürnberg. Bei Straßenbahnen und Bussen in Nürnberg bestehen weiter Einschränkungen, wie die Verkehrsbetriebe VAG mitteilen. Mehrere Linien die durch Waldstücke oder baumreiche Straßen fahren, werden bis voraussichtlich 11 Uhr nicht komplett bedient. Die Straßenbahnlinie 7 fährt demnach nicht. Die Linie 5 fährt nur zwischen Tiergarten und Christuskirche. Die Linie 6 fährt nur zwischen Westfriedhof und Schweiggerstr. und weiter mit dem Ziel Erlenstegen. Die Linie 8 fährt nur zwischen Erlenstegen und Schweiggerstr. und weiter mit dem Ziel Westfriedhof.

Derweil sind viele Zugreisende am Nürnberger Hauptbahnhof gestrandet. Einige sind bereits vergangene Nacht am Nürnberger Flughafen angekommen und konnten seitdem nicht weiterreisen.

9.54 Uhr: Stromausfälle durch Sabine

Sturmtief Sabine sorgt für Stromausfälle im Netzgebiet der N-Ergie in Mittelfranken. Wie der Energieversorger mitteilt, ist es gegen 7.15 Uhr zu einem Stromausfall in Katzwang und Reichelsdorf sowie in kleineren Ortschaften wie Regelsbach gekommen. Der Grund waren umgestürzte Bäume. Auch rund 15 kleinere Orte in den Landkreisen Ansbach und Roth seien betroffen, so eine Sprecherin. Wie lange die Reparaturen dauern, hängt davon ab, wo der Schaden genau entstanden ist.

Die N-Ergie hatte aufgrund der Sturmwarnung ihr Personal für die Bereitschaft vorsorglich verdoppelt. Sollten Anwohner und Passanten Sturmschäden am Stromnetz, wie angebrochene Masten oder tiefhängende Seile bemerken, bittet die N-Ergie darum, unbedingt gebührenden Abstand zu halten, um sich nicht zu gefährden. Außerdem sollen Schäden umgehend der Störungsstelle unter der Telefonnummer 0800 234-2500 melden.

© BR/Rika Dechant

Wegen dem Sturm umgestürzt: Mann stellt Toilettenhäuschen in Nürnberg wieder auf

Zahlreiche Einsätze wegen umgestürzter Bäume

Sturm Sabine hat vor allem in Westmittelfranken und im Süden von Nürnberg für Schäden gesorgt, so die Polizei Mittelfranken und die Integrierten Leitstellen. Meistens mussten die Einsatzkräfte wegen umgestürzter Bäume ausrücken. In Nürnberg-Katzwang krachte ein Baum auf eine Garage. In Untereschenbach und Bechhofen (beides Lkr. Ansbach) landeten Bäume auf Häusern. In Schwabach fuhr ein Auto gegen einen Baum, der auf der Fahrbahn lag. Straßen sind durch Bäume teils blockiert, so etwa in den Stadtteilen Kornburg und Katzwang. Verletzte gab es in Mittelfranken bisher nicht.

Die Integrierte Leitstelle Ansbach meldete am Morgen rund 100 Einsätze, die Integrierte Leitstelle Nürnberg über 70, die Polizei Mittelfranken über 100.