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Archiv: Kiliani in Würzburg

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    Aktuelle Pläne für unterfränkische Feste in Corona-Zeiten

    Viele Volksfeste oder andere größere Feierlichkeiten in Unterfranken finden wegen der Corona-Pandemie heuer nicht statt. Bei einigen wenigen ist die Entscheidung aber noch offen. Dazu zählt das Kiliani-Volksfest in Würzburg.

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    Von
    • Julia Kuhles
    • BR24 Redaktion

    Welche Feste können während Corona stattfinden und welche nicht? Auch heuer werden nun immer mehr Volksfeste in Bayern abgesagt. So stehen auch in Unterfranken schon manche Absagen fest. Doch für manche Volksfeste oder ähnliche Feierlichkeiten haben die Verantwortlichen noch Hoffnung – oder suchen zumindest nach Alternativen in Zeiten der Pandemie.

    Stadt Würzburg prüft Möglichkeiten für Kiliani-Volksfest

    Ob das Kiliani-Volksfest in Würzburg stattfinden kann ist noch unklar. Die Stadt Würzburg prüft momentan, inwiefern ein größeres Familienfest unter Corona-Bedingungen auf den Mainwiesen möglich ist. Das Volksfest müsse dorthin umziehen, da die Talavera momentan durch das Test- und Impfzentrum belegt ist. Beginnen soll das Kiliani am 8. Juli. Ein späterer Termin sei nicht möglich, weil die Mainwiesen dann durch das Africa Festival, das Umsonst&Draußen-Festival und die Mainfrankenmesse belegt sind, heißt es von der Stadt Würzburg.

    Kiliani in Corona-Zeiten kleiner und mit Kontrollen?

    Sollte das Kiliani-Volksfest tatsächlich stattfinden, wird es deutlich kleiner ausfallen als in den Vorjahren. Statt der sonst rund 100 Schausteller würden es nur 44 sein. Außerdem plant die Stadt Zugangskontrollen. Das Gelände müsste eingezäunt werden. Eventuell werden beim Eintritt auch Smartphone-Apps verwendet. Statt Bierzelten soll es Biergärten geben, ein größeres Musikprogramm mit Gruppen sei unrealistisch. In den vergangenen Jahren kamen zum Kiliani-Volksfest jeweils mehr als 800.000 Besucher. Ende Mai will die Stadt entscheiden, ob das geplante Familienfest auf den Mainwiesen stattfinden kann.

    Schweinfurt prüft Alternative zum Volksfest

    Bereits abgesagt wurde stattdessen das Schweinfurter Volksfest. Geplant war das traditionelle Volksfest vom 4. bis zum 14. Juni. Jetzt prüft die Stadt mögliche Alternativen. Dies könnte unter anderem ein "PopUp-Freizeitpark" der eigentlich am Volksfest beteiligten Schaustellerunternehmen sein. "Wir wissen um deren existenzielle Sorgen und sind uns bewusst, dass diese erneute Absage des Schweinfurter Volksfestes für sie alle schwierig ist", erklärte Oberbürgermeister Sebastian Remelé (CSU). Natürlich seien auch mögliche Alternativen abhängig von der Entwicklung des Infektionsgeschehens und den rechtlichen Rahmenbedingungen. Darüber hinaus müsste der Volksfestplatz für eine solche Veranstaltung später im Jahr wieder zur Verfügung stehen. Aktuell befindet sich dort das gemeinsame Impfzentrum von Stadt und Landkreis Schweinfurt.

    Planungen für Spessart-Woche in Lohr laufen

    In Aschaffenburg war das Volksfest für Mitte Juni vorgesehen. Auch hier hat es die Stadt bereits gestrichen. Normalerweise lockte die elftägige Veranstaltung rund 500.000 Besucher an. Ebenfalls bereits abgesagt wurde das Stadtfest Ende August.

    Hoffnung gibt es noch für die Spessart-Festwoche in Lohr vom 30. Juli bis 8. August. Sie wird derzeit geplant – vorausgesetzt, dass bis dahin die gesetzlichen Grundlagen im Hinblick auf die Corona-Situation das Volksfest überhaupt zulassen. Außerdem dürfen der Stadt dadurch keine finanziellen Verluste entstehen.

    Volkach plant Weinfest und Alternative

    Auch in Volkach im Landkreis Kitzingen ist das Weinfest noch nicht ganz abgeschrieben. "Allerdings schwindet die Hoffnung mit jeder Woche", erklärt Julius Straub von der Tourist-Info Volkach. Derzeit plane man zweigleisig: Das übliche Weinfest vom 13. bis 17. August und zusätzlich eine Ersatzveranstaltung. Diese Alternative zum Weinfest würde ebenfalls als eine zentrale Veranstaltung auf dem Festgelände stattfinden, aber eventuell etwas kürzer ausfallen und mit weniger Besuchern. Üblicherweise kamen zu dem Weinfest an der Mainschleife in den vergangenen Jahren rund 50.000 Besucher. In den kommenden Wochen soll eine Entscheidung fallen, um den beteiligten Betrieben sowie den Besuchern Klarheit und Planungssicherheit zu verschaffen.

    Umsetzung des Rakoczy in Bad Kissingen noch unklar

    Ob und wie das Rakoczy in Bad Kissingen stattfinden kann, ist noch unklar. Nach den derzeit geltenden Vorgaben ist das Fest nicht durchführbar, so die Stadt Bad Kissingen. Allerdings sei die Bayer. Staatsbad Bad Kissingen GmbH und die Stadt Bad Kissingen derzeit mit verschiedenen Institutionen im Gespräch und wägen verschiedene Szenarien ab, wie das Rakoczy-Fest stattfinden könnte. Die Veranstaltung ist vom 23. bis 25. Juli 2021 geplant. Inwieweit sich die Rahmenbedingungen bis Ende Juli ändern, bleibt abzuwarten, so die Stadt Bad Kissingen.

    In Gemünden fallen Kirchweih- und Heimatfest aus

    In der Dreiflüsse-Stadt Gemünden wird es in diesem Jahr weder ein Kirchweih- und Heimatfest noch einen Biergarten geben. Das hat der Stadtrat am Abend mit 19 zu 5 Stimmen beschlossen. Aufgrund der Pandemiesituation könne man nicht mit gutem Gewissen ein solches Fest planen und auch keinen Biergarten des langjährigen Festwirts wie im vergangenen Jahr auf dem Platz zulassen. Dadurch würde die Stadt womöglich eine gewisse Konkurrenzsituation für die Gastronomie in der Stadt schaffen. Das Stadtmarketing hatte sich zwar im Januar für ein Kirchweih- und Heimtfest ausgesprochen, weil das auch dem Handel dient und Personen in die Stadt bringt. Doch die Corona-Situation habe sich nicht verbessert. Der neue Lockdown gelte bis 9. Mai und dann sei es immer noch nicht sicher, ob tags darauf auch wieder die örtliche Gastronomie öffnen dürfe. Unter diesen Vorzeichen könne man nicht guten Gewissens ein Fest oder einen Biergarten zulassen. Zumal sich die Frage stelle, wie die die Hygienemaßnahmen kontrolliert werden, so Bürgermeister Jürgen Lippert. Er hofft, dass die Lokale ihre Außenflächen nutzen, wenn es wieder möglich ist und vielleicht auch Erweiterungsflächen nutzen, wo dies möglich ist. Und auch, dass vielleicht die Vereine zusätzliche Biergärten einrichten wie dies im vergangenen Jahr beispielsweise der ESV Gemünden getan hat. Ansonsten hoffe man, dass im kommenden Jahr wieder Normalität herrsche.

    Wertheimer Altstadtfest findet nicht statt

    Das Wertheimer Altstadtfest wird dieses Jahr nicht stattfinden. Das hat der Corona-Lenkungsstab der Stadt entschieden. "Auch wenn das Impfen in den nächsten Wochen Fahrt aufnimmt, ist es für eine Großveranstaltung mit Tausenden von dichtgedrängten Menschen im Juli noch zu früh. Der Schutz der Gesundheit muss weiterhin Priorität haben", begründete Bürgermeister Wolfgang Stein die Entscheidung. Das Altstadtfest findet in "normalen Jahren" traditionell am letzten Wochenende im Juli statt. Noch offen ist die Durchführung der Michaelismesse Ende September/Anfang Oktober. Die Messe in gewohnter Form werde es dieses Jahr sicher nicht geben, so der Bürgermeister zum Stand der Gespräche. Aber vielleicht könne man eine Light-Version entwickeln. Alle an der Messe Beteiligten hätten größtmögliche Flexibilität für ein alternatives Messekonzept zugesagt. Deshalb wird die Stadtverwaltung gemeinsam mit dem Messeausschuss bis zur Sommerpause klären, ob und in welcher Form die Messe dieses Jahr stattfindet.

    Noch ungeklärt, ob Laurenzimesse in Marktheidenfeld stattfindet

    In Marktheidenfeld blickt man optimistisch nach vorne, zumal die Laurenzimesse traditionell erst im August stattfindet. Irgend etwas werde man anbieten, so die städtische Laurenzi-Koordinatorin Inge Albert. Im vergangenen Jahr haben die örtliche Werbe- und Wirtegemeinschaft, Martinsbräu, Festwirtsfamilie und die Stadt statt der Laurenzi-Messe die Gemeinschaftsaktion "Sommer in Marktheidenfeld" auf die Beine gestellt.

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