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Aktionswoche mit Buch über Hexenjagd in Würzburg | BR24

© Bayerisches Fernsehen

Junge Frau liest "Der Aufruhr um den Junker Ernst" von Jakob Wassermann.

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    Aktionswoche mit Buch über Hexenjagd in Würzburg

    Die Aktion "Würzburg liest ein Buch" geht in die nächste Runde. In der Aktionswoche mit Lesungen Führungen, Ausstellungen und Diskussionen bis zum 17. April dreht sich alles um den "Aufruhr um den Junker Ernst" von Jakob Wassermann.

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    Mit einem Festakt wird in der Stadtbücherei die Aktionswoche "Würzburg liest ein Buch 2016" eröffnet. Allein am Samstag und am Sonntag (09.04., 10.04.16) stehen 19 verschiedene Veranstaltungen auf dem Programm. Angeboten werden unter anderem eine Rezitation mit Gästen aus der Würzburger Flüchtlingsunterkunft, eine Tanzperformance mit Texten, ein Gottesdienst zum Thema „Glauben heute zwischen Schwärmerei und Enthusiasmus oder etwa eine "Lesung mit Aussicht" im Studio des Bayerischen Rundfunks am Hauptbahnhof mit Hörfunkchef Eberhard Schellenberger. Die Lesung ist allerdings bereits ausgebucht.

    Der Aufruhr um den Junker Ernst

    Bei dem für die Aktionswoche ausgewählten Buch handelt es sich um die Novelle "Der Aufruhr um den Junker Ernst" von Jacob Wassermann. Das Buch ist 1923 erscheinen. Die Handlung spielt in Würzburg zur Zeit der Hexenverfolgung. Ein aus unabhängigen Buchhandlungen und Bücherfreunden bestehender Verein will als Veranstalter der Aktion "Würzburg liest ein Buch 2016" den vergessenen Autor und seinen "Junker Ernst" den Würzburgern wieder ans Herz legen.

    Durch den Nationalsozialismus in Vergessenheit geraten

    Jacob Wassermann war einer der meistgelesenen Autoren seiner Zeit. Der Fürther Jude starb im Jahr 1934. Durch die Verfemung im Nationalsozialsozialismus wurde sein Name fast ausgelöscht. Der Autor hat familiäre Beziehungen zu Unterfranken: Seine Mutter stammt aus Sommerhausen. Im jüdischen Gemeinde- und Kulturzentrums in Würzburg gibt es bis zum 28. April eine Ausstellung zu Jacob Wassermann und zu den Landjuden in Unterfranken.