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Aktionstag zur Typisierung als Stammzellenspender | BR24

© Stiftung "Aktion Knochenmarkspende Bayern"

Eine potenzielle Stammzellenspenderin bei einer Typisierungsaktion.

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    Aktionstag zur Typisierung als Stammzellenspender

    Eine Stammzellenspende ist oft die letzte Rettung für Menschen, die an Leukämie erkrankt sind. Die Stiftung "Aktion Knochenmarkspende Bayern" ruft heute zum vierten Mal zum Aktionstag "Bayern gegen Leukämie" auf. Das Ziel: Mehr Spender finden.

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    Jedes Jahr erkranken in Deutschland nach Schätzung des Robert-Koch-Instituts rund 13.000 Menschen neu an Leukämie. Mehr als 33 Millionen Menschen haben sich bereits in ein weltweit vernetztes Spenderregister aufnehmen lassen, jedoch gibt es für jeden siebten Patienten noch immer keinen passenden Spender.

    Es gibt immer noch zu wenige Stammzellenspender

    Das Thema Organspende sei in aller Munde, dagegen sei die Stammzellspende oft nur bei Betroffenen und ihren Angehörigen bekannt, sagt Dr. Hans Knabe, der Gründer und Vorstandsvorsitzende der Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern (AKB).

    Bei der Stiftung, die ihren Sitz in Gauting (Landkreis Starnberg) hat, sind derzeit fast 310.000 Frauen und Männer registriert. In den vergangenen 25 Jahren konnte die Stiftung für knapp 4.500 Patienten einen passenden Spender finden.

    "Das sind viele, aber es könnten noch viel mehr die Chance auf ein neues Leben erhalten", sagt der Stiftungsvorsitzende. Deshalb findet heute zum vierten Mal der Aktionstag "Bayern gegen Leukämie" statt.

    Bayernweiter Aktionstag zur Stammzellenspende

    An mehr als 200 Standorten überall im Freistaat ist die Registrierung als Stammzellenspender möglich – unter anderem bei den Gesundheitsämtern, den Servicezentren der DAK, den Beratungszentren des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen und bei allen Blutspendeterminen des BRK.

    Bei einer Pressekonferenz in München will die Stiftung zusätzlich werben und aufklären. Denn: Einem Spender werden nur Stammzellen aus dem Blut oder dem Beckenkamm entnommen – nicht aus dem Rückenmark, wie viele immer noch glauben.

    Es gibt viele Möglichkeiten, sich typisieren zu lassen

    Typisieren lassen kann sich jeder und jede Gesunde zwischen 17 und 45 Jahren. Aus einer geringen Menge Blut oder aus einem Wangenabstrich werden die Gewebemerkmale analysiert. Einmal registriert, verbleibt jeder Stammzellspender bis zum vollendeten 60. Lebensjahr im weltweiten Spendernetz gespeichert.

    Alle Termine am Aktionstag stehen im Internet unter bayern-gegen-leukaemie.de

    Wer heute keine Zeit hat, kann unter dieser Adresse auch ein sogenanntes Lebensretterset bestellen – für die Typisierung zu Hause oder beim Hausarzt.

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    B5 aktuell

    Von
    • Günther Rehm
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