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Ein geschlossenes Café in Würzburg (Symbolbild)

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    Aktionstag "Lasst uns öffnen": Rege Beteiligung in Unterfranken

    Bayernweit fand heute unter dem Motto "Lasst uns öffnen" Protest von Verbänden und Initiativen gegen den Corona-Lockdown statt. So wurde etwa in Bad Kissingen eine Online-Pressekonferenz veranstaltet, bei der auch viel Wut zum Vorschein kam.

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    Von
    • BR24 Redaktion
    • Julia Dechet

    Im Rahmen des bayernweiten Aktionstags hat die Initiative "Lasst uns öffnen" unter einem gleichlautenden Hashtag am Donnerstag landesweit zu Pressekonferenzen und Kundgebungen aufgerufen. Unter anderem waren Aktionen in München, Tegernsee, Bad Füssing, Pfaffenhofen, Bad Kissingen, Regensburg, Deggendorf und Mühldorf geplant.

    Initiator Nemeth: Es ist bereits "fünf nach Zwölf"

    So veranstaltete etwa Bad Kissingen eine Online-Pressekonferenz, die vom Kommunikationstrainer und Coach Andreas Nemeth in Unterfranken initiiert worden war. Beginn der Veranstaltung war um 15.05 Uhr - laut Nemeth begannen die Veranstaltungen überall in Bayern um "fünf nach", "denn es ist nicht mehr, wie man so schön sagt, 'fünf vor zwölf', sondern fünf nach zwölf".

    Teilnehmer plädierten für Öffnungen und übten Kritik

    Auch mit vor Ort beim Pressegespräch waren Vorsitzende des Stadtmarketings Bad Kissingen und Bad Neustadt, vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA), von der Wirtegemeinschaft Bad Kissingen sowie ein Vertreter der Event- und Veranstaltungsbranche. Außerdem dabei waren Karl Graf Stauffenberg, der FDP-Kreisrat von Rhön-Grabfeld, sowie der stellvertretende Landrat von Bad Kissingen Emil Müller (CSU).

    Generell wurde bei der Veranstaltung für Öffnungen plädiert und auch viel Kritik geübt. Manfred Griebel vom Stadtmarketing Bad Neustadt stellte eine an Tests gebundene Öffnung für den Gastronomie-, Hotel- oder Handelsbereich in Frage: "Was wir aber jetzt erleben werden, dass wir nur noch aufmachen können mit Tests, macht so keinen Sinn".

    Auch Emmanuel Papadopoulos, Sprecher der Wirtegemeinschaft Bad Kissingen, fand klare Worte: "Viele von unseren Mitarbeitern sind schon weg, haben eine andere Arbeit gefunden – und die kommen auch nicht mehr wieder zurück. Wir hatten sowieso vor Corona schon Probleme mit Personal". Und weiter: "Ich appelliere an unsere Politiker: Lasst uns unsere Läden aufmachen, damit wir wieder ein normales Leben führen können".

    Petition unter dem Titel "Gemeinsam stark"

    Initiator Andreas Nemeth sagt, dass er in seiner Arbeit als Coach auch vermehrt psychische Belastung in Unternehmen bemerkt. Nicht nur bei Unternehmern selbst, sondern auch bei den Mitarbeitern, die in Kurzarbeit sind und mit geringerem Einkommen leben müssen. "Das geht vielleicht bei uns im Frankenland noch einigermaßen, aber wenn ich an München, Hamburg, Berlin denke, mit anderen Lebenserhaltungskosten, da wird die Luft sehr dünn", so Nemeth.

    Im vergangenen März hat er eine Petition unter dem Titel "Gemeinsam stark" gestartet und in diesem Rahmen einen offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel geschrieben. Stand heute (08.04.2021) habe er noch keine Antwort von der Kanzlerin bekommen, aber zahlreiche andere Zuschriften. Mit der Petition fordert er einen Strategiewechsel im Umgang mit der Pandemie.

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