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Akademie kürt bedeutendste Geotope: drei aus Unterfranken | BR24

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Drei unterfränkische Geotope dürfen sich ab sofort mit der Auszeichnung "Nationaler Geotop" schmücken. Das meldet das Umweltministerium. Und zwar: die Gambacher Steige und der Kalbenstein, die Moore der Rhön und die Würzburger Quaderkalke.

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Akademie kürt bedeutendste Geotope: drei aus Unterfranken

Drei unterfränkische Geotope dürfen sich ab sofort mit der Auszeichnung "Nationaler Geotop" schmücken. Das meldet das Umweltministerium. Und zwar: die Gambacher Steige und der Kalbenstein, die Moore der Rhön und die Würzburger Quaderkalke.

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Acht der über 3.700 bayerischen Geotope dürfen sich ab sofort mit der Auszeichnung "Nationaler Geotop" schmücken – in Unterfranken gehören die Gambacher Steige und der Kalbenstein (Karlstadt) im Landkreis Main-Spessart, die Moore der Rhön im Landkreis Rhön-Grabfeld und die Würzburger Quaderkalke dazu.

Die renommierte Akademie für Geowissenschaften und Geotechnologien e.V. aus Clausthal-Zellerfeld (Niedersachsen) übergab die Urkunde an den Präsident des Landesamts für Umwelt (LfU), Claus Kumutat.

Geotope werden besonders gepflegt

Bayerns steinerne Naturwunder locken jährlich unzählige Touristen aus nah und fern. "Dass einige dieser Geotope in die Nationalmannschaft berufen wurden, freut uns ganz besonders", kommentiert der LfU-Präsident die Jury-Entscheidung. Man sehe sich in der Aufgabe bestätigt, diese Geotope besonders zu pflegen, im Sinne eines sanften Tourismus in ein Rad- und Wanderwegenetz einzubinden und die Besucher über die darin verborgene Erdgeschichte anschaulich zu informieren.

Unterfranken war bislang nicht dabei

Geotope sind zu Stein gewordene Geschichtsbücher und sind ein Naturerbe an spätere Generationen. Eine deutschlandweite Auszeichnung steigert den Bekanntheitsgrad und damit das Interesse für das geologische Naturerbe. Bereits im Jahr 2006 hat die Akademie 14 bayerische Geotope in die Bestenliste aufgenommen. Bislang war Unterfranken nicht dabei. Die meisten Nationalen Geotope sind im Ganzen oder in Teilen auch mit dem Gütesiegel Bayerns schönste Geotope prämiert - wie das Naturschutzgebiet "Grainberg – Kalbenstein und Saupurzel" in Karlstadt und seinem Stadtteil Gambach. Das älteste unterfränkische Naturschutzgebiet ist 300 Hektar groß.

Kalbenstein: Reiche Pflanzen- und Tierwelt

Der Kalbenstein gehört zu den 100 schönsten Geotopen Bayerns. Es ist das floristisch reichhaltigste Gebiet Nordbayerns. Die internationale Fachwelt schätzt den Trockenstandort mit 600 Farn- und Blütenpflanzen wie Küchenschelle oder Frühlings-Adonisröschen. Dort tümmeln sich aber auch Zippammer, Ödlandschrecken, Schmetterlingshafte und diverse Falter. Extrem selten sind dort zudem Flugsandrasen auf Muschelkalk. Bedeutend ist der Magerrasen um den Saupurzel sowie die über 700 Jahre alten, kulturhistorisch wertvollen Buntsandsteinterrassen am "Rothen Berg".

Dort an der Gambacher Steige ist ein geologischer Lehrpfad angelegt. Die Geografiestudenten kennen alle diesen Bereich, in dem Bundsandstein und Muschelkalk aufeinandertreffen.

© BR-Studio Mainfranken/Sylvia Schubart-Arand

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