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Aiwanger: "Zuwanderung nach kanadischem Vorbild erwünscht" | BR24

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© BR/Philipp Kimmelzwinger

Hubert Aiwanger in der BR Wahlarena in Fürth

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Aiwanger: "Zuwanderung nach kanadischem Vorbild erwünscht"

Zuwanderung soll es nach dem Willen der Freien Wähler geben – aber nach kanadischem Vorbild. Erwünscht sind gut qualifizierte Facharbeiter. Hubert Aiwanger stellt sich in der BR Wahlarena in Fürth den Fragen von 100 Bürgerinnen und Bürgern.

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Zunächst einmal müsse man heimisches Personal besser ausbilden, sagte Hubert Aiwanger, Spitzenkandidat der Freien Wähler in der BR Wahlarena in Fürth gleich zu Beginn. Er höre oft aus den Betrieben, dass das Bildungsniveau gesunken sei, dass das Personal einfach schlecht qualifiziert sei.

Die Zuwanderung besser steuern

Dies wollen die Freien Wähler ändern, antwortete Aiwanger dem Geschäftsführer einer Software-Firma, der Probleme hat, gut ausgebildetes Personal mit hohen Skills zu finden. Der Unternehmer ärgert sich, dass es in Deutschland kein Einwanderungsgesetz gibt, dass Zuwanderung nicht ausreichend gefördert werde. Deshalb fragte er Aiwanger, wie die Freien Wähler zu diesem Thema stehen. Und er wollte wissen, wie kompromissbereit die Partei im Falle einer möglichen Koalition mit der CSU wäre: "Würden Sie dieses 'Kasperletheater' mitmachen?"

Die Zuwanderungspolitik in den letzten Jahren sei schlecht gesteuert gewesen, antwortet der Spitzenkandidat der Freien Wähler. Es seien die Falschen gekommen, Facharbeiter seien in der Minderzahl gewesen. Die Freien Wähler wollen Zuwanderung nach kanadischem Vorbild; eine Zuwanderung, die auswählt: Keine unqualifizierten Analphabeten, keine Migranten mit falschen Papieren.

Analphabeten haben kaum eine Chance

Aber es liege doch ein großes Potential brach, wandte der Unternehmer ein, wolle Aiwanger wirklich Menschen, die in Ausbildung stehen, abschieben?

Menschen, bei denen keinerlei Chance bestünde, sie in den Arbeitsmarkt zu integrieren, weil sie mit 35 nicht lesen oder schreiben könnten, könne man leider nicht hier behalten. Aber diejenigen, die sich hier bewähren, die in Ausbildung stehen, sollten hierbleiben dürfen, antwortete Aiwanger. Der Großteil derer, die sich hier in Gesellschaft und Arbeitsumfeld einfügen, würden hierbleiben dürfen.

Eine Zuschauerin, die beruflich ausländische Berufsabschlüsse anerkennt, hakte nach: So viele Analphabeten seien es doch gar nicht, viele Menschen aus Syrien etwa haben eine sehr gute Ausbildung. Sie wollte es genau wissen und fragte nach, wie viele Analphabeten denn hier seien? Das wisse er jetzt auch nicht, so Aiwanger. Viele seien sehr gut qualifiziert. Es gebe eine große Bandbreite an Ausbildung.

Politiker stellen sich den Zuschauerfragen

Insgesamt finden im Vorfeld der Wahl vier BR Wahlarenen statt – mit den vier Spitzenkandidaten der im Landtag vertretenen Parteien. Ursula Heller und BR-Chefredakteur Christian Nitsche moderieren die Live-Sendungen aus vier bayerischen Städten.