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Aiwanger zu Südostlink: Kann nicht alles auf den Kopf stellen | BR24

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Hubert Aiwanger äußert sich zu den geplanten Stromtrassen.

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Aiwanger zu Südostlink: Kann nicht alles auf den Kopf stellen

Zankapfel Südostlink: Wirtschaftsminister Aiwanger sagte in der BR-Sendung "jetzt red i", er verstehe die Ängste der Menschen. Am Ende aber treffe der Bund die Entscheidung. FDP-Politiker Hagen hingegen sieht keine Alternative zur Trasse.

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Die Menschen in Oberfranken, der Oberpfalz und Niederbayern haben Angst vor der umstrittenen Stromtrasse Südostlink. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger zeigte in der BR-Bürgersendung "jetzt red i" Verständnis für die Bedenken der Betroffenen.

Wegen Südostlink: Landwirte sorgen sich um ihre Äcker

"Ich kann natürlich aus Bayern bis zu einem gewissen Grad Einfluss nehmen", sagte er. "Das tue ich, indem ich versuche, alles zu tun, um die Notwendigkeit dieser Trassen zu untergraben, etwa durch mehr eigene Erzeugung im Süden." Gleichzeitig schränkte Aiwanger aber ein: "Ich kann nicht als bayerischer Wirtschaftsminister eine bundespolitische Beschlusslage auf den Kopf stellen."

Bauern fürchten die Strahlung der Stromleitung

Vor allem die Landwirte in den betroffenen Regionen sorgen sich um ihre Äcker. Sie befürchten, dass durch die Strahlung der Stromleitung das Bodenleben geschädigt werde, so dass sie dann kein gesundes Futter für ihre Tiere und auch keine gesunden Lebensmittel mehr produzieren können. Hubert Aiwanger, der selbst Landwirt ist, stimmte dem zu.

"Ich kann mir vorstellen, dass über viele Jahre oder vielleicht sogar ewig, wenn da eine Trasse reinkäme, auf einem Streifen von 20 Metern das Pflanzenwachstum massiv beeinträchtigt ist, weil ja von unten her die Grundwasserzirkulation unterbrochen ist. Das werden bleibende Schäden in der Ackerflur sein." Hubert Aiwanger, Bayerischer Wirtschaftsminister

Hagen spricht sich für Südostlink aus

Aiwanger sagte, er wolle sich dafür einsetzen, die Rahmenbedingungen in den nächsten Jahren so zu ändern, dass einige Trassen vielleicht nicht mehr nötig sein werden.

Martin Hagen, Fraktionsvorsitzender der FDP im bayerischen Landtag, sprach sich hingegen für den Südostlink aus:

"Wir brauchen es für die Versorgungssicherheit, wir brauchen es nicht nur für die Wirtschaft, sondern wir brauchen es auch für die Bürgerinnen und Bürger." Martin Hagen, Fraktionsvorsitzender der FDP im bayerischen Landtag

Aiwanger wisse, so Hagen, dass diese Trassen kommen müssten, tue jetzt aber so, als sei dies noch zu verhindern.

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Martin Hagen, FDP-Fraktionsvorsitzender im Bayerischen Landtag, zum Thema Süd-Ost-Link.