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Aiwanger zu Continental: Kaum Hoffnung für gefährdete Stellen | BR24

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Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW) macht sich wenig Hoffnungen, mit Hilfe des Staates alle 2.100 bedrohten Jobs beim Autozulieferer Continental in Regensburg retten zu können.

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Aiwanger zu Continental: Kaum Hoffnung für gefährdete Stellen

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) macht sich wenig Hoffnungen, mit Hilfe des Staates alle beim Autozulieferer Continental in Regensburg gefährdeten 2.100 Arbeitsplätze retten zu können.

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"Wir tun, was wir können, aber es reicht eben an der Stelle nicht" - das sagte der Bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) zum geplanten Stellenabbau im Continental-Werk in Regensburg. Viele der bedrohten Jobs lägen im Bereich der Dieselfahrzeuge. Wenn Continental dieses Stellen streichen wolle, dann würden diese nicht alle mit Förderprogrammen für neue Technologien zu retten sein, sagte Aiwanger im Interview mit der Rundschau im BR-Fernsehen.

Conti wolle in Zukunft auch vermehrt auf die Wasserstofftechnik setzen, erklärte Aiwanger. Hier gebe es mit der Technologieförderung der Staatsregierung vielleicht die Chance, noch einige Hundert Arbeitsplätze zu retten. Ganz abwendbar werde der Jobabbau aber wohl nicht sein.

Aiwanger fordert stärkeres Engagement vom Bund

Aiwanger erneuerte in diesem Zusammenhang auch seine Forderung nach einem stärkeren Engagement des Bundes. Es müsse "endlich auch eine Automobilprämie für den modernen Verbrenner" eingeführt werden. Deutlich über 80 Prozent der Autokunden wollten nach wie vor einen Diesel oder einen anderen Verbrenner kaufen. Wenn nur Batterieautos gefördert würden, so gehe dies am Markt vorbei.

Aiwanger betonte, dass die bayerische Staatsregierung den Umstrukturierungsprozess in der Automobilbranche bereits mit 300 Millionen Euro an Fördermitteln "wirtschaftlich und finanziell" unterstützt. Aber ein Einbruch von rund 20 Prozent in der Branche in den letzten Jahren beim Verkauf von Neuwägen könne nicht allein mit Finanzmittel des Freistaats Bayern aufgefangen werden.

Continental will bis 2024 rund 2.100 Stellen abbauen

Continental hatte mitgeteilt, bis 2024 rund 2.100 Stellen in Regensburg abbauen zu wollen. Gewerkschaften und zahlreiche Politiker kritisierten die Pläne.

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Continental steckt in der Krise - und hat weltweit einen noch schärferen Sparkurs angekündigt. Zu schaffen macht dem Konzern nicht nur der Absatzrückgang in der Auto-Industrie, sondern auch die Corona-Krise.

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