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Aiwanger will neuen Schwung für die Energiewende in Bayern | BR24

© picture alliance/ZUMA Press

Aiwanger will neuen Schwung für die Energiewende in Bayern

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    Aiwanger will neuen Schwung für die Energiewende in Bayern

    Eine sichere, bezahlbare und nachhaltige Energieversorgung sei das Ziel für Bayern, sagte Wirtschaftsminister Aiwanger nach dem Energiegipfel in seinem Ministerium. Am Nachmittag stellte er die Ergebnisse des Treffens vor.

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    Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hatte Vertreter von Politik, Wissenschaft, Industrie, Energiebranche und Naturschützer eingeladen – rund 100 Teilnehmer kamen ins Wirtschaftsministerium.

    Aiwanger gibt sich sehr zufrieden

    Der Minister sprach anschließend von einer fruchtbaren Diskussion. Grundkonsens sei gewesen, in Bayern schnellstmöglich eine sichere und bezahlbare Energieversorgung sicherzustellen, die auch nachhaltig sei. Und damit müsse man Wertschöpfung im Freistaat generieren.

    Streitpunkt Stromtrassen

    Auch das großem Thema der Stromtrassen wurde angesprochen. Laut Aiwanger sind die Trassen aber nicht die entscheidende Frage. Viel wichtiger sei es, dass in Bayern die wichtigen Dinge selbst in die Hand genommen würden. Vier Arbeitsgruppen, mit Vertretern aus allen Bereichen sollen sich um wichtige Fragen etwa den Ausbau der erneuerbaren Energien, den Netzausbau sowie Strom-Speicher.

    Klimaschutz und Wertschöpfung vor Ort nannte Aiwanger als zentrale Punkte seiner Pläne. Er sprach von anspruchsvollen Zielen. Das Treffen heute bezeichnete er nur als Auftakt zur Energiewende 2.0 in Bayern mit Vorbildwirkung für ganz Deutschland.

    Aiwanger will auch mehr Gaskraftwerke

    In Bayern sollen mehr Gaskraftwerke entstehen, wünscht sich Aiwanger. Die Rede ist von bis zu vier Gigawatt Leistung zusätzlich, was eine Verdopplung der Gaskraftwerkskapazität im Freistaat bedeuten würde. Der Bund solle die Rahmenbedingungen so ändern, dass sich Strom aus Erdgas wieder lohnt, fordert Aiwanger:

    "Das muss eben um ein paar Cent mehr gefördert werden, dass sich das rentiert. Da gibt es verschiedene Schrauben. Aber derzeit ist eben Gaskraft nicht rentabel im Vergleich zu alten, abgeschriebenen Kohlekraftwerken." Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger

    Der Grünen-Energieexperte Martin Stümpfig reagierte skeptisch auf den Vorschlag, den Neubau von Gaskraftwerken zu fördern, zumal die bestehenden Gaskraftwerke in Bayern derzeit die meiste Zeit still stehen:

    "Also da sollten wir doch erst einmal versuchen, diese Gaskraftwerke - wenn wir sie denn brauchen - an's Netz zu bringen. Da haben wir momentan große Probleme, weil die Kohlekraftwerke noch viel zu billig sind." Martin Stümpfig, Die Grünen

    Die Grünen fordern, sich auf Speichertechnik und erneuerbare Energien zu konzenztrieren.