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Bayerische Gaststätten dürfen im Innenbereich wieder Gäste bedienen. Innenräume dürfen bis 22 Uhr geöffnet bleiben, der Außenbetrieb muss um 20 Uhr schließen. Wirtschaftsminister Aiwanger geht von einer baldigen Angleichung der Öffnungszeiten aus.

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Aiwanger will Angleichung der Öffnungszeiten in der Gastronomie

Bayerische Gaststätten dürfen im Innenbereich wieder Gäste bedienen. Innenräume dürfen bis 22 Uhr geöffnet bleiben, der Außenbetrieb muss um 20 Uhr schließen. Wirtschaftsminister Aiwanger geht von einer baldigen Angleichung der Öffnungszeiten aus.

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Von
  • Babette Bauer

Ab heute gibt es weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen. Mit Auflagen können Wirte die Innenbereiche ihrer Restaurants öffnen - bis maximal 22 Uhr. Seit vergangener Woche dürfen die Außenbereiche öffnen, allerdings nur bis 20 Uhr. Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sagte mit Blick auf den Widerspruch: "Wir werden das zeitnah ändern in Bayern." Im Interview mit der radioWelt auf Bayern 2 stellte Aiwanger in Aussicht, dass die Biergärten im Freistaat ab Pfingsten nicht mehr nur bis 20 offen haben dürfen.

"Wir können nicht die Leute vom Biergarten verscheuchen und die drängen sich dann in Innen-Restaurants. Das wäre kontraproduktiv. Deshalb gehe ich jetzt davon aus, dass wir uns in der Koalition einigen, dass wir an Pfingsten jetzt alles öffnen bis 22 Uhr." Hubert Aiwanger

"Modell Thüringen" bald anderswo?

Zu der von Thüringens Ministerpräsidenten Ramelow geplanten generellen Aufhebung der Corona-Beschränkungen ab Anfang Juni sagte Aiwanger: "Es ist immer eine Frage, ab wann man das Datum setzt. Ich glaube, dass vielen dieser Schritt noch zu schnell und zu weit geht. Dass er aber in ein paar Wochen in vielen Regionen Deutschlands normal sein wird."

"Also wenn wir jetzt sehen, die Infektionszahlen gehen deutlich zurück, dann bin ich überzeugt, dass wir in 14 Tagen vielleicht den Kopf wieder schütteln über die Maßnahmen, die wir heute noch für sinnvoll halten. In wenigen Wochen bin ich überzeugt, dass das Modell Thüringen auch woanders Einzug hält."

"Spuk noch nicht ganz vorüber"

Mit Blick auf die heutige Öffnung der Innenräume von Restaurants betonte Aiwanger: "Wir müssen sehen, wo wir herkommen. Vor ein paar Wochen galt noch eine allgemeine Quarantäne und keiner sollte die Wohnung verlassen. Jetzt ist eben der Spuk noch nicht ganz vorüber. Wir müssen uns schrittweise an die Normalität vortasten. Und da heißt es eben nach wie vor, vor allem mit fremden Menschen noch nicht auf Tuchfühlung gehen, noch nicht sich zu nah am Tisch gegenüber sitzen." Es werde keine größeren Rückschläge geben, hofft Aiwanger. Er warnte allerdings: "Wenn wir nicht aufpassen, kann schnell wieder etwas passieren."

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  • Babette Bauer
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