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Aiwanger: Stromtrasse P43 könnte sich als unnötig herausstellen | BR24

© picture-alliance/dpa

Strommast (Symbolbild)

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    Aiwanger: Stromtrasse P43 könnte sich als unnötig herausstellen

    Der Beschluss zum Bau der Stromtrasse P43 nach Bergrheinfeld lässt sich nach Einschätzung von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) nicht mehr verhindern. Dennoch nährte der Minister auch Hoffnung bei Kommunalpolitikern aus Unterfranken.

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    Der Beschluss zum Bau einer Stromtrasse durch Teile Unterfrankens nach Bergrheinfeld lässt sich wohl nicht mehr verhindern. Das hat Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) gegenüber Vertretern der betroffenen Regionen bei einem Gespräch im Landtag eingeräumt. Gleichzeitig versuchte er, die Hoffnung zu nähren, dass die Trasse P43 sich langfristig vielleicht doch noch als unnötig herausstellt.

    Trasse könnte wegen technischer Neuerungen überflüssig werden

    Aiwanger sagte dem BR, es gehe jetzt darum, die Zeit zu nutzen, bis die Bagger rollen. Die Sorgen aus Unterfranken seien verständlich. Immer wieder werde überprüft, wie sich Technik und Bedarf weiterentwickeln. Beispielhaft nannte er mögliche Energieeinsparungen oder neue Wege, Strom zu importieren.

    Es sei nicht ausgeschlossen, dass man in ein paar Jahren die Dinge anders sehe, so Aiwanger. Gleichzeitig wies er Vorwürfe von CSU-Abgeordneten zurück, er habe zu schlecht für die Region verhandelt. Es habe schon 2015 im Bund ausdrückliche Beschlüsse für die Trasse gegeben, betonte Aiwanger.

    Landräte versuchen, größeren Schaden abzuwenden

    Der Schweinfurter Landrat Florian Töpper (SPD) sagte dem BR nach dem Treffen, das Ergebnis könne ihn nicht zufriedenstellen. Wichtig sei nun, größeren Schaden abzuwenden.

    "Klar ist auch, die regelmäßigen Fortschreibungen haben schon immer stattgefunden, mit dem einen oder anderen Teilerfolg. Dass bedeutet, wir haben keinen Grund, die Flinte ins Korn zu werfen." Florian Töpper (SPD), Landrat Schweinfurt

    Der stellvertretende Landrat des Kreises Rhön-Grabfeld, Josef Demar (CSU), bezeichnete die Vorschläge Aiwangers als "kleinen Weg", den man nun beschreiten müsse. Der Landtagsabgeordnete Steffen Vogel (CSU) aus dem Landkreis Haßberge lobte den Vorschlag Aiwangers, nun Alternativen technisch zu prüfen.

    Stromtrasse von Hessen nach Unterfranken

    Die Wechselstromtrasse P43 soll von Mecklar bei Bad Hersfeld nach Bergrheinfeld im Landkreis Schweinfurt führen. Darauf hatten sich Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, Aiwanger und die Länderkollegen aus Hessen und Thüringen im vergangenen Jahr verständigt. Aiwanger war dafür von CSU-Bundestagsabgeordneten kritisiert worden - und hatte diesen daraufhin vorgehalten, sie selbst hätten doch den großen Netzausbau mit ihren Fraktionskollegen auf den Weg gebracht.

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