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Hubert Aiwanger erhofft sich Öffnungsmöglichkeiten für den Einzelhandel. Wo wenige Menschen - mit Hygienekonzepten - aufeinanderträfen, wie etwa in Schuhgeschäften oder bei Friseuren, seien komplette Verbote nicht mehr gerechtfertigt, sagt er.

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Aiwanger spricht sich für Lockerung des Lockdowns aus

Wirtschaftsminister Aiwanger (Freie Wähler) erhofft sich Öffnungsmöglichkeiten für den Einzelhandel. Wo wenige Menschen - mit Hygienekonzepten - aufeinanderträfen, seien komplette Verbote nicht mehr gerechtfertigt, sagte er im Bayern 2-Interview.

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Von
  • Rigobert Kaiser
  • Veronika Lohmöller

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger spricht sich für eine Lockerung des Lockdowns aus. "Schule, Kitas, Friseure - das sind Dinge, die naheliegend sind", sagte er im Interview mit der radioWelt am Morgen auf Bayern 2.

"Milliardenschaden in Einzelhandel"

Auch im Einzelhandel zeige die Erfahrung des letzten Jahres, dass es wegen der funktionierenden Hygienekonzepte kaum zu verstärkten Infektionen komme, so Aiwanger.

"Dort richten wir einen Milliardenschaden an, ohne wirklich beweisen zu können, dass dort nennenswert was passiert." Hubert Aiwanger

Er sorge sich vor allem um die kleinen Läden, betonte der Wirtschaftsminister.

"Wenn ich mir den kleinen Blumenladen, den kleinen Schuhhändler anschaue, wo drei Leute reingehen und sich ein paar Schuhe für die Kinder aussuchen, an der Kasse hinter der Plexiglasscheibe bezahlen. Dort passiert doch in meinen Augen sehr, sehr wenig bis nichts." Hubert Aiwanger

Der Staat mache es sich einfach, denn auf das Private habe er nicht so den Zugriff wie auf die Unternehmen. "Dort ist der Arm des Staates nicht mehr lang genug, um hinzugreifen."

In der Debatte um Lockerungen denke man "zu sehr schwarz-weiß". Klar sei, dass man "Discos, Party und Tourismus" nicht zulassen dürfe. Auch bei der Ausgangssperre gäbe es Lockerungsmöglichkeiten, den diese gelte nicht bundesweit, betonte Aiwanger. Grundsätzlich treffe aber der Bund die Entscheidungen.

Entscheidungen fallen am Mittwoch

Am kommenden Mittwoch entscheiden Bund und Länder, wie es in der Corona-Krise weitergeht. Die Bundesregierung tendiert zwei Tage vor dem Treffen eher zu einer Verlängerung des Lockdowns. Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) rechnet mit einer Verlängerung des Lockdowns.

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