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Aiwanger sieht Koalition durch Corona-Krisenmanagement belastet | BR24

© picture alliance / Sven Simon

Durch das Corona-Krisenmanagement sieht Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger die Zusammenarbeit mit der CSU belastet.

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    Aiwanger sieht Koalition durch Corona-Krisenmanagement belastet

    Seit 2018 regiert die schwarz-orange Koalition in Bayern. Zwischenzeitlich sprachen beide Parteien sogar von einer "Modellkoalition". Durch das Corona-Krisenmanagement sieht Freie-Wähler-Chef Aiwanger die Zusammenarbeit mit der CSU jedoch belastet.

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    • BR24 Redaktion

    Seit 2018 reagiert in Bayern die schwarz-orange Koalition. Doch in der Corona-Pandemie scheint die Harmonie zwischen den beiden Parteien verloren gegangen. Nach Ansicht von Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger hat das Corona-Krisenmanagement die Zusammenarbeit zwischen den Freien Wählern und der CSU belastet. "Nach wie vor gilt, wir ergänzen uns gut, aber es stimmt, dass wir jetzt gegenseitig etwas robuster auftreten", erklärte Bayerns Vize-Ministerpräsident Aiwanger der Deutschen Presse Agentur. "Wichtig ist das Grundvertrauen, aber wie in einer Beziehung sind auch Bewegungsfreiheit für Beine und Ellbogen wichtig."

    Aiwanger kritisiert: Der Fokus läge ausschließlich auf Söder

    Die CSU sei durch ihre Rolle in Berlin anderen Zwängen ausgesetzt als die Freien Wähler, wodurch Spannungen in die Koalition hereingetragen worden seien, betonte Wirtschaftsminister Aiwanger. Die Freien Wähler hätten sich dadurch gezwungen gesehen, sich medial deutlicher zu Wort zu melden. "Der Fokus lag ausschließlich auf Söder, unsere treibende Rolle bei vielen Öffnungen ist nicht rübergekommen." Doch Aiwanger betont: Ihm sei es dabei aber nicht nur um parteistrategische Fragen gegangen, sondern auch um Inhalte im Krisenmanagement. "Ich hätte viele Öffnungen gerne früher gehabt, aber nicht bekommen", erklärte er gegenüber der dpa.

    Aiwanger sieht Stimmung in der Koalition nicht dauerhaft belastet

    Trotz seiner Kritik sieht Freie-Wähler-Chef Aiwanger die Stimmung in der Koalition nicht dauerhaft belastet. "Mein Verständnis einer Koalition ist weiterhin, dass wir Dinge hinter den Kulissen klären und gemeinsam nach außen vertreten. Aber wenn in einer Koalition die Position des kleineren Koalitionspartners zu wenig durchdringt, kann man das nicht auf Dauer laufen lassen", so Aiwanger. Dass die CSU in Umfragen seit Wochen wieder von der absoluten Mehrheit und damit einer Alleinregierung träumen könne, beunruhige ihn nicht. "Die Freien Wähler sind bei Wahlen immer stärker als in Umfragen, aber es entsteht gegenüber den eigenen Anhängern der Druck, sich lauter zu Wort zu melden."

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