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Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) in Passau

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    Aiwanger in Passau: Rückhaltemöglichkeiten fürs Wasser schaffen

    Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich ein Bild der Hochwasserlage in Passau gemacht. Er appelliert daran, zunächst auf die dezentrale Zurückhaltung der Wassermassen zu setzen. Ein Hochwasser wie im Jahr 2013 schließt er aktuell aus.

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    Von
    • Zara Kroiß
    • Meike Föckersperger

    Der Vorsitzende der Freien Wähler, Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, hat erneut dafür plädiert, nach schweren Regenfällen zunächst auf die dezentrale Zurückhaltung der Wassermassen zu setzen, so dass Wasser gar nicht erst in dieser Masse in die Flüsse kommt. Bei einem Besuch in Passau sagte Aiwanger dem BR-Studio Passau, zunächst müssten gemeinsam mit den Landwirten Rückhaltemöglichkeiten an den Oberläufen von Bächen und kleinen Flüssen geschaffen werden.

    Lage in Passau nicht wie 2013

    Zur Lage in Passau sagte er, die Stadt werde voraussichtlich mit einem blauen Auge davonkommen. Zustände wie zum Katastrophen-Hochwasser 2013 würden aller Voraussicht nach nicht eintreten, so Aiwanger. Auffällig sei, so Aiwanger, dass neben den üblichen Hochwassern in diesem Jahr jede größere Wolke vor Ort stehen bleibt und massiv Wasser ablädt. So komme es auch zu Sturzfluten an Orten, wo man bisher nie mit Hochwasser zu tun gehabt habe.

    Vorher möglichst viel abdichten

    Er bittet die Einwohner in Passau, sich ausreichend auf die Scheitelwelle vorzubereiten mit Hilfe von Sandsäcken und Abdichtungen. "Wir haben häufig die Situation, dass das Wasser, das in Kellerschächte eindringt, nur zehn Zentimeter hoch ist. Dem kann man mit Hilfe von Sandsäcken entgegenwirken".

    Schaulustige sollen zuhause bleiben

    Weiterhin bittet Aiwanger um Vernunft, Schaulustige oder Katastrophentourismus wären völlig fehl am Platz. "Die Menschen sollen mit Vernunft vorgehen und nicht an die gefährdeten Orte fahre umso den Einsatzkräften im Weg zu stehen und sich womöglich sogar selbst zu gefährden." Aiwanger dankte außerdem den ansässigen Feuerwehren, den Rettunskräften und dem THW.

    Aiwanger für Wiederaufbaufonds

    Mit Blick auf die Milliardenschäden aufgrund der Niederschläge in ganz Deutschland fordert Aiwanger einen nationalen Wiederaufbaufonds in Milliardenhöhe, um Schäden bei Privatleuten, Firmen, Vereinen, Kommunen und Bundesländern abzumildern. Für einen schnellen Wiederaufbau müsste aber neben Finanzzusagen auch organisatorisch vorgearbeitet werden, um knappes Baumaterial und Fachkräfte deutschlandweit gezielt dort hinzusteuern, wo die Not am größten ist, heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums.

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