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Aiwanger in Nürnberg: "Bauern sind die Ernährer des Volkes" | BR24

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Beim Bauernprotest in Nürnberg waren Ministerpräsident Söder (CSU) und der Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW) als Redner anwesend. Söder versprach mehr Messstellen und kritisierte den Entwurf der Düngeverordnung.

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Aiwanger in Nürnberg: "Bauern sind die Ernährer des Volkes"

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW) hat sich beim Bauernprotest am Volksfestplatz in Nürnberg mit den Bauern solidarisch gezeigt. Der Bund Naturschutz übt Kritik an den Äußerungen.

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In seiner Rede vor rund 5.000 Landwirten bezeichnete Hubert Aiwanger die Bauern als "Ernährer des Volkes". Er forderte eine Überarbeitung des Messstellennetzes, mit dem Bodenwerte in Bayern gemessen werden und kündigte eine Verdopplung der Messstellen an. Zudem forderte Aiwanger ein Aussetzen der Düngeverordnung, bis das Messstellennetz zuverlässige Daten liefern könne.

2.500 Traktoren in Nürnberg

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) plädierte vor Ort für mehr Wertschätzung für die Landwirte. Bayern werde im Bundesrat gegen die Verschärfung der Düngeverordnung stimmen, so Söder. Laut Schätzungen der Polizei nahmen etwa 5.000 Landwirte mit 2.500 Traktoren an der Kundgebung teil. Sie waren am Vormittag in einer Sternfahrt aus ganz Bayern nach Nürnberg gefahren. Die Landwirte demonstrieren gegen die derzeitige Agrar- und Umweltpolitik. Im Fokus der Proteste steht unter anderem die bevorstehende Verschärfung der Düngeverordnung.

Bund Naturschutz kritisiert Söder und Aiwanger

Der Bund Naturschutz hat in einer Mitteilung auf die Forderungen von Aiwanger und Söder reagiert. Die Naturschützer sind der Meinung, dass Bauernproteste, die sich nur gegen die Düngeverordnung und den Insektenschutz richten, zu wenig sind. Sie fordern, die Ursachen der Entwicklungen anzugehen.

"Ministerpräsident Markus Söder und sein Stellvertreter Hubert Aiwanger tragen Mitverantwortung für eine falsche Agrar- und Subventionspolitik, die Bauernhöfe genauso auf die Rote Liste gebracht hat wie die Feldlerche oder viele Schmetterlinge." Richard Mergner, Vorsitzender Bund Naturschutz Bayern

Polizei rechnet mit Verkehrsbehinderungen

Seit Ende der Veranstaltung um 16.30 Uhr haben die Landwirte mit ihren Traktoren den Heimweg ohne Polizeieskorte angetreten. Die Polizei fürchtet Staus und Behinderungen und bittet Autofahrer, den Bereich rund um den Dutzendteich weiträumig zu umfahren.

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5.000 Teilnehmer kamen am Freitag zur Demonstration nach Nürnberg auf den Volksfestplatz. 2.500 Traktoren nahmen an der Sternfahrt in fränkische Metropole teil. Die Landwirte demonstrieren gegen die derzeitige Agrarpolitik.