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Aiwanger in China: Chancen, aber auch Hürden für die Wirtschaft | BR24

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Vier Tage lang war der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger mit einer Delegation in China unterwegs - mit dem Ziel, die Handelsbeziehungen zu vertiefen. Das Fazit: Der Markt bietet viele Chancen, aber auch eine Menge Hürden.

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Aiwanger in China: Chancen, aber auch Hürden für die Wirtschaft

Vier Tage lang war der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger mit einer Delegation in China unterwegs - mit dem Ziel, die Handelsbeziehungen zu vertiefen. Das Fazit: Der Markt bietet viele Chancen, aber auch eine Menge Hürden.

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Mit einer Delegation aus Unternehmern und Politikern hatte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger/FW in den vergangenen Tagen Shanghai und die südchinesischen Provinz Guangdong besucht. Im Vordergrund stand dabei die Vertiefung der Handelsbeziehungen.

Ausländische Investoren: Angst vor Spionage

Es gibt einige Hürden für ausländische Unternehmer und Investoren, wie zum Beispiel einen erschwerten Marktzugang im Vergleich zu chinesischen Firmen bei Bauprojekten, die Internetzensur oder Probleme, einen Kredit zu bekommen: Ausländische Unternehmen haben in China weiterhin mit einigen Herausforderungen zu kämpfen. Außerdem fürchten sich auch bayerische Unternehmen davor, von China ausspioniert zu werden. Probleme, die Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger in Gesprächen mit chinesischen Regional-Politikern aus der Provinz Guangdong offen angesprochen hat:

"Faire Zusammenarbeit auf Augenhöhe, das heißt für uns, dass eben das geistige Eigentum unserer Firmen, unserer Investoren geschützt sein muss, nicht dass wir hier nur die Infos liefern und das wird dann abgegriffen, das wollen wir nicht." Hubert Aiwanger, Bayerischer Wirtschaftsminister

China schon jetzt wichtigster Handelspartner Bayerns

Gleichzeitig bietet der chinesische Markt bayerischen Firmen auch Chancen. Mit einem Handelsvolumen von rund 30 Milliarden Euro ist die Volksrepublik zum wichtigsten Handelspartner Bayerns geworden – noch vor den USA. Insbesondere die Digitalisierung, die Baubranche oder die Umwelttechnik werden in den nächsten Jahren in China noch an Bedeutung gewinnen, schätzen Experten.

Bayerische Unternehmer ziehen positive Bilanz der Chinareise

Unternehmer, die Aiwanger nach China begleitet haben, blicken zufrieden auf die Reise zurück. Sie konnten bei Gesprächen Kontakte zu chinesischen Firmen knüpfen – mit dem Ausblick auf neue Aufträge. Außerdem könnte für sie allein die Teilnahme an der Delegationsreise unter Leitung des bayerischen Wirtschaftsministeriums eine Anschubhilfe für Geschäfte mit China sein. Denn für die chinesischen Partner gelten sie damit als vertrauenswürdig, als hätten sie quasi einen "staatlich geprüft"-Stempel - etwas, das in China eine hohe Bedeutung hat.