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In die Bayerischen Wälder sollen mehr Windräder gebaut und damit die Energiewende im Freistaat vorangetrieben werden.

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"Gut versteckt": Aiwanger fordert mehr Windräder im Wald

Laut Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat Bayern in Sachen Windenergie weiter großes Potential. Mit mehr Windrädern im Wald soll die Energiewende vorangetrieben werden. Dafür war er nun im Lindenhardter Forst bei Bayreuth zu Besuch.

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Von
  • Kristina Kreutzer
  • BR24 Redaktion

In die Bayerischen Wälder sollen mehr Windräder gebaut und damit die Energiewende im Freistaat vorangetrieben werden. Rund 300 neue Standorte seien bereits definiert worden, teilte der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) bei einem Ortstermin im Wald-Windpark im Lindenhardter Forst im Landkreis Bayreuth mit. Dort tauschte sich der Minister mit dem Bayreuther Landrat Florian Wiedemann (Freie Wähler) und einigen Bürgermeistern aus.

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Hubert Aiwanger fordert bei einem Ortstermin im Lindenhardter Forst mehr Wind-Energie für ganz Bayern.

49 Windräder im Landkreis Bayreuth

Im Landkreis Bayreuth befinden sich mittlerweile 49 Windräder. Gerade in den Wäldern sieht Aiwanger noch mehr Potential in Sachen erneuerbarer Energien. Das Thema sei zwar umstritten, er sehe aber viele Vorteile darin, Windräder vermehrt in Wäldern zu bauen. Wegen der Bäume sehe man die Windräder dort kaum. Sie seien dort "gut versteckt" und würden ihre "bedrängenden Wirkung" auf den Betrachter verlieren. Zudem seien die neuen Standorte alle mindestens 1.250 Meter von der nächsten Bebauung entfernt.

Grundstücksbesitzer und Gemeinden sollen profitieren

100 der neue definierten Standorte im Freistaat gehörten demnach den Bayerischen Staatsforsten, 200 privaten Waldbesitzern. Pro Standort seien mehrere Windräder denkbar. Welche davon realisierbar sind, soll sich nun in Gesprächen mit den entsprechenden Kommunen klären. Der Grundstücksbesitzer bekäme eine Pacht, die Gemeinde würde von der Einspeisungsvergütung des produzierten Stromes profitieren.

"Die Bürger haben etwas davon – wir bekommen die Windenergie nach vorne: Also eine Win-win-Situation für alle Seiten." Hubert Aiwanger, Bayerischer Wirtschaftsminister

"Windkümmerer" sollen vor Ort beraten

Zur Umsetzung müssen auch vermehrt sogenannte Windkümmerer als Berater für die Kommunen gewonnen werden. Man müsse die Kommunen vor Ort an die Hand nehmen und nicht nur an einem Tisch sitzen, um wirklich voranzukommen, so Aiwanger. Bei den Bayerischen Staatsforsten stehe man dem Vorhaben grundsätzlich positiv gegenüber. Die Einnahmen durch die Windräder kämen auch dem notwendigen Waldumbau zugute, heißt es.

Neue Windräder sind leiser aber höher als alte

Bayernweit gibt es derzeit rund 1.100 Windräder. Ein Teil davon ist über 20 Jahre alt und muss bereits rückgebaut werden. Die Technik ist inzwischen vorangeschritten. Ein neues Windrad ersetzt die Leistung von fünf bis zehn alten, zudem sind die neuen Modelle leiser – dafür aber höher. Der Bund Naturschutz (BN) hatte zuletzt den Fortbestand von alten Windkraftanlagen gefordert.

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