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Aiwanger fordert Einsicht in puncto Flächenverbrauch | BR24

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Vor dem heutigen Runden Tisch gegen Flächenfraß mit Kommunen, Landwirtschaft und Unternehmen erwartet sich Hubert Aiwanger vor allem Einsicht der Teilnehmer. Das sagte er in einem Interview mit der Bayern 2 radioWelt am Morgen.

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Aiwanger fordert Einsicht in puncto Flächenverbrauch

Vor dem heutigen Runden Tisch gegen Flächenverbrauch mit Kommunen, Landwirtschaft und Unternehmen erwartet sich Hubert Aiwanger vor allem die Einsicht der Teilnehmer. Das sagte er in einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk.

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Vom heutigen Runden Tisch erwartet sich der bayerische Wirtschaftsminister Aiwanger, dass die Teilnehmer einsehen, dass es ein Problem ist, wenn immer mehr Ackerland und Grünland unter Beton verschwinden. Im Interview mit der Bayern 2 radioWelt am Morgen schlug Aiwanger vor, Baugrundstücke bei Neubauten zu verkleinern, etwa von 800-900 auf 600 Quadratmeter. Auch beim Bau von Gewerbegebieten könne man Flächen sparen.

"Bitte mal die Parkgarage unten rein, Photovoltaik oben drauf, oder im Parkhaus, wo man mal drei bis fünf Etagen Autos übereinander stapelt und nicht nebeneinander." Hubert Aiwanger, bayerischer Wirtschaftsminister

Gesetze gegen Flächenfraß sollen wieder strenger werden

Heute sucht Aiwanger das Gespräch – gleichzeitig würden Gesetze vorbereitet, um die Daumenschrauben beim Flächenfraß fester zu ziehen. Beim jüngst gelockerten Anbindegebot von Gewerbegebieten an bestehende Siedlungen werde der Gesetzgeber etwas nachbessern müssen:

"Wenn man vom Auto raussschaut auf der Autobahn entlang, und man sieht nur noch Logistiker und XXLs da stehen, dann fühlt man sich bedrängt, obgleich vielleicht zwei Kilometer dahinter wieder Niemandsland ist." Hubert Aiwanger, bayerischer Wirtschaftsminister

An die Naturschützer appellierte Aiwanger, auch sie sollten sich daran erinnern, dass sie in Häusern wohnen, wo früher grüne Wiese gewesen sei - und die Lerche gezwitschert habe. Wichtig sei es nun, die Kommunen mit ins Boot zu holen - die müssten die Entscheidungen der Politik schließlich umsetzen.

Parallel solle der Flächenverbrauch bei der Landesentwicklungsplanung und im Gesetz auf 5 Hektar fixiert werden. Im Koalitionsvertrag haben CSU und Freie Wähler festgeschrieben, den täglichen Verbrauch auf 5 Hektar herunterzufahren, allerdings: freiwillig.