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Bildrechte: picture alliance/dpa | Peter Kneffel

Bayerns Wirtschaftsminister Aiwanger testet die Corona-Kontroll-Software.

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Aiwanger: Einzelhandel mit technischer Kontrolle schnell öffnen

Bayerns Wirtschaftsminister Aiwanger setzt im Kampf gegen Corona auf ein Software-System. Dieses erkennt in kürzester Zeit eine erhöhte Temperatur bei Kunden und ob die Maske richtig sitzt. Damit könnte man den Einzelhandel schnell und sicher öffnen.

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Von
  • Gabriele Dunkel

In 0,2 Sekunden erkennen die Wärmebildkamera und eine Software auf Basis Künstlicher Intelligenz (KI), ob ein Kunde oder eine Kundin erhöhte Temperatur hat und ob die Maske korrekt getragen wird. Die Münchener IT Firma G2K hat die sogenannte "Parsifal Covid-Control Suite" entwickelt und heute dem Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger vorgeführt.

Passiert ein Kunde die Kamera - zum Beispiel am Eingang eines Einkaufszentrums - erscheint auf dem Computer-Bildschirm die gemessene Körpertemperatur. Bei Fieber dürfte der Kunde oder die Kundin das Gebäude nicht betreten. Auch wenn die Maske nicht korrekt getragen wird, alarmiert das System einen Mitarbeiter, der dann den Kunden oder die Kundin darauf hinweist und ihr oder ihm gegebenenfalls den Zutritt verweigert. Auch zählt das KI-System, wie viele Personen das Gebäude bereits betreten haben, ob die gewünschte Obergrenze erreicht ist. Persönliche Daten würden nicht gespeichert, versichert die Firma.

Aiwanger: Dauer-Lockdown-Schleife beenden – Technologie nutzen

Der Einsatz solcher Technologie ist für den Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger eine Option, um den Einkauf im Einzelhandel pandemiesicher zu machen und das Corona-Risiko zu reduzieren. "Solche Überwachungs-Kamerasysteme mit Zählsystemen, mit KI, mit technischen Raffinessen, das muss die Chance sein, gesellschaftliche und wirtschaftliche Bereiche zu öffnen und ich hoffe, dass die CSU auch diesen Weg mitgeht."

Innerhalb der bayerischen Koalition versuche er - nach eigenen Worten - immer wieder, auf technische Weiterentwicklungen hinzuwirken.

Aiwanger: Stand der Technik besser ausnutzen

Hubert Aiwanger ist der Überzeugung, dass der Stand der Technik noch besser ausgenutzt werden müsste. "Das würde ich mir auch von der Bundesregierung wünschen, dass sie diese technischen Chancen besser erkennt und nicht nur in einer Dauer-Lockdown-Schleife quasi die Wirtschaft ruiniert, sondern klar sagt, wir könnten uns unter diesen Bedingungen Öffnungen vorstellen." Für den Einzelhandel gäbe es intelligentere Lösungen, als nur zu schließen.

Das COVID-Control System der Münchener Firma kostet rund 10.000 Euro und wird unter anderem schon am Klinikum Rechts der Isar eingesetzt. Die Frage, ob der Freistaat sich an den Kosten beteiligen würde, lässt der Minister unbeantwortet. Für ihn sei aber klar, es sei immer noch kostengünstiger, als den Laden oder das Einkaufszentrum ganz zu schließen.

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