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Aigner wirbt für Gelassenheit und die Kultur des Kompromisses | BR24

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In ihrer Weihnachtsansprache wirbt Landtagspräsidentin Ilse Aigner für Dialog und Kompromiss. Beides bilde die Basis einer funktionierenden Demokratie. Aigner dankte allen, die sich ehrenamtlich oder in der Kommunalpolitik engagieren.

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Aigner wirbt für Gelassenheit und die Kultur des Kompromisses

Landtagspräsidentin Ilse Aigner wirbt in ihrer Weihnachtsansprache für Gelassenheit und die Kultur des Kompromisses. Die Parlamentspräsidentin dankt außerdem allen, die sich im Ehrenamt oder bei den Kommunalwahlen im nächsten Jahr engagieren.

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Landtagspräsidentin Ilse Aigner spricht von Mut, Zuversicht und Hoffnung. Das zu Ende gehende Jahr sei besser als sein Ruf. Es gebe Rekordbeschäftigung, steigende Einnahmen und eine wirkende Sozialpolitik. Die Parlamentspräsidentin beklagt aber, dass sich trotz der positiven Entwicklung Empörungskultur breitmache und Panik offenbar erwünscht sei.

"All das bringt uns nicht weiter", sagt die 55-Jährige und betont: "Nicht jedes Problem ist gleich ein Notstand – und nicht jeder Missstand ist ein Skandal". Aigner appelliert darum an die Bürgerinnen und Bürger: "Erteilen wir der Dauerkrise eine Absage!"

Appell: Lasst uns die Dauerkrise beenden

In ihrer inzwischen zweiten Weihnachtsansprache erinnert die Landtagspräsidentin an die großen Wegmarken der jüngeren deutschen Geschichte, den Zweiten Weltkrieg und die Wiedervereinigung. "Vor 75 Jahren lag unser Land in jeder Hinsicht in Trümmern. Danach, noch bis vor 30 Jahren, war ein Teil Deutschlands ein Unrechtsstaat." Angesichts dieser Erfahrungen müsse man aktuelle Ärgernisse relativieren: "Rücken wir die Maßstäbe zurecht!", lautet Aigners Appell.

Landtagspräsidentin betont Wert von Dialog und Kompromiss für Demokratie

Die CSU Politikerin fordert dazu auf, aktiv etwas gegen die Kultur der Aufregung zu tun. Schließlich seien Maß und Mitte grundlegend für unsere Demokratie meint Aigner und sagt: "Ich werbe für den Dialog und den Kompromiss. Beides wird gerne verächtlich gemacht. Dabei ist Radikalität immer eine Niederlage der Vernunft."

Dank an Ehrenamtler und Kommunalpolitiker

Mit Blick auf die Kommunalwahlen im nächsten Jahr lobt Aigner ehrenamtliches und kommunalpolitisches Engagement. Man müsse denen danken, die sich bisher engagiert haben oder sich jetzt zur Verfügung stellen. Sie wolle außerdem allen Wählen danken, wenn sie bei der Wahl ihre Stimme abgeben.

Aigners Wunsch für 2020: Mutig und tatkräftig, aber nicht maßlos sein

Für die Landtagspräsidentin beginnt mit 2020 ein neues, Weg weisendes Jahrzehnt. Man müsse darum den Mut haben, Neues zu wagen, wenn dieses Neue aus das Bessere ist. Aigner betont aber auch, wie wichtig es sei auf Bewährtes zu vertrauen und nennt "unsere Fähigkeiten, unsere Institutionen und unsere Demokratie".

Der Bayerische Rundfunk strahlt die vollständige Rede der Landtagspräsidentin am 26.12. 2019 aus und zwar im Hörfunkprogramm Bayern 1 um 20:05 Uhr und im Bayerischen Fernsehen in der Rundschau ab 18:30 Uhr.