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Aigner für Abschaffung des Zölibats | BR24

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Die Protestbewegung "Maria 2.0" fordert mehr Rechte für Frauen in der Kirche und auch höhere Ämter. Dafür hat sie nun Unterstützung der bayerischen Landtagspräsidentin Aigner bekommen. Sie wünscht sich unter anderem die Abschaffung des Zölibats.

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Aigner für Abschaffung des Zölibats

Die Protestbewegung "Maria 2.0" fordert mehr Rechte für Frauen in der Kirche und auch höhere Ämter. Dafür hat sie nun Unterstützung der bayerischen Landtagspräsidentin Aigner bekommen. Sie wünscht sich unter anderem die Abschaffung des Zölibats.

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Ilse Aigner unterstützt es, dass zahlreiche Frauen der Protestbewegung "Maria 2.0" eine Woche lang die Arbeit in der Kirche niederlegen, um mehr Gleichberechtigung in der katholischen Kirche zu fordern. Frauen sollten nicht immer nur die Basisarbeit leisten, sondern beispielsweise das Priesteramt bekleiden dürfen, so die Landtagspräsidentin.

Frauen sind sehr viel im kirchlichen Bereich tätig, insbesondere im dienenden Bereich. Das ist bei den Pfarrhelfern, das ist als Firmhelfer oder den Kommunionen; bei jedem Fest sind sie praktisch tätig. Sie sind auch viel im karitativen Bereich tätig und deshalb ist es an der Zeit, dass sie auch in der Kirche in Funktionen sind." Ilse Aigner, Landtagspräsidentin

Ende des Zölibats als Zukunftschance der Kirche

Außerdem sei es eine große Chance für die Kirche, wenn Frauen höhere Ämter bekleiden und Führungsaufgaben übernehmen - nicht nur weil der Priestermangel sich in den nächsten Jahren noch verschärfen wird. Außerdem forderte Aigner die Kirche auf, den Zölibat abzuschaffen.

"Der Zölibat ist für mich ein Thema, welches ich persönlich noch nie hundertprozentig verstanden habe, warum es notwendig ist. Ich glaube, dass es auch viele fähige Männer davon abhält, Priester zu werden. Ich glaube, darüber kann man reden und nebenbei bemerkt, habe ich noch keine Stelle in der Bibel gefunden, die dies auch ausdrücklich fordert." Ilse Aigner, Landtagspräsidentin

Unterstützung der eigenen Partei als Anfang?

Für ihren Vorstoß hat Ilse Aigner nach eigener Aussage fast nur positive Rückmeldungen bekommen. Öffentlich unterstützen sie bisher der sozialpolitische Sprecher der CSU Thomas Huber und Alois Glück, der frühere Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken.