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Neue Sanitätsstation auf der Wiesn

Mehr als 80 Prozent der Mitarbeiter auf der neuen Sanitätswache der Aicher Ambulanz haben bereits Wiesn-Erfahrung.

Aicher Ambulanz keine blutigen Anfänger

Stolz präsentierte der Chef des neuen Wiesnsanitätsdienstes seine Mitarbeiter, die neue Zentrale und die Fahrzeuge. Chef Peter Aicher verweist darauf, dass seine Aicher Ambulanz sowieso schon für den Sanitätsdienst in zwei Zelten zuständig war.

Oktoberfest-Sanitätstraining mit Komparsen

Wie es im Großen läuft, wurde vor kurzem bereits geprobt: Mehr als 100 Helfer und 50 Patienten-Komparsen haben sozusagen Oktoberfest gespielt. Es sei gut gelaufen, versichert Peter Aicher. Gehakt habe es allenfalls bei einzelnen Kleinigkeiten, da habe man gleich nachgebessert. Nach weiteren Trainingsläufen soll wirklich alles passen.

Wiesnambulanz hatte beim letzten Oktoberfest 7000 Patienten

Das muss auch so sein – zur Erinnerung: Vergangenes Jahr mussten 7.000 Patienten versorgt werden. Die Aicher Ambulanz will jeden Tag mit mehr als 100 Mitarbeitern und mit bis zu zehn Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen da sein. Die Sanitätsstation samt High-Tech-Leitzentrale wurde auch ganz neu und sehr modern eingerichtet.

Kleine fahrbare Tragen lösen die BRK - "Bananen" ab

Wenn die Sanitäter ausrücken, haben sie jetzt zumindest auf der "Oiden Wiesn" kleine Fahrzeuge, die an Golfmobile erinnern – aber mit Blaulicht und integrierter Trage. Die fahrbaren Tragen, mit denen Patienten unter einem Sichtschutz zur Sanitätsstation geschoben werden, gibt es weiterhin. Sie sind aber nicht mehr gelb, sondern – wegen des Firmenlogos – blau. Damit kann man sie jetzt freilich auch nicht mehr wie bisher umgangssprachlich als "Bananen" bezeichnen.

Ehrenamtliche Sanitäter erhalten 100 Euro Aufwandsentschädigung

An einem neuen Namen wird noch gearbeitet. Diejenigen Helfer, die sonst hauptamtlich bei Aicher beschäftigt sind, sind auf der Wiesn nur ehrenamtlich im Einsatz. Dazu kommen 450 neu angeworbene rein Ehrenamtliche, die aber Aufwandsentschädigungen von bis zu 100 Euro pro Schicht bekommen. Aber Aicher hofft, dass der eine oder andere dabei auf den Geschmack kommt und längerfristig hängenbleibt. Mitarbeiter sind sonst in der Branche bekanntlich schwer zu kriegen.

Stadt hält sich bedeckt, wie viel günstiger Aicher war als das BRK

Wie viel günstiger Aicher gegenüber dem BRK war, wird nicht gesagt – das ist nach Ausschreibungen so üblich. Aber Bürgermeister Josef Schmid hat heute versichert: Die Bewerber mussten auf jeden Fall nachweisen, dass sie „das große Rad drehen können“, wie er es ausgedrückt hat.

Autoren

Anton Rauch
Birgit Grundner

Sendung

Regionalnachrichten aus Oberbayern vom 13.09.2018 - 12:36 Uhr