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Agilis zeigt sich überrascht von Streikaufruf der EVG | BR24

© picture-alliance/dpa/David Ebener

Agilis-Werkstatt in Marktredwitz (Oberfranken)

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Agilis zeigt sich überrascht von Streikaufruf der EVG

Der Regionalbahnbetreiber Agilis zeigt sich nach dem Streik von gestern überrascht. Laut dem Unternehmen seien Verhandlungstermine von der EVG abgesagt worden. Die von Seiten der Gewerkschaft kritisierten Lohnanpassungen wären zudem branchenüblich.

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Nach dem gestrigen Warnstreik der Gewerkschaft EVG zeigt sich das bestreikte Regionalbahnunternehmen Agilis überrascht. In einer Pressemitteilung heißt es, dass die Verhandlungen mit der Gewerkschaft zu keiner Zeit abgebrochen worden seien. Den letzten Verhandlungstermin im Dezember habe die EVG abgesagt, da sie sich auf die Verhandlungen mit der Deutschen Bahn konzentrierten wollte. Danach hat die Gewerkschaft laut Agilis keine neuen Gespräche verlangt.

Forderungen aus der Presse erfahren

Das Eisenbahnunternehmen beklagt, aus der Presse von den neuen Forderungen der EVG erfahren zu haben. Das Unternehmen wirft der Gewerkschaft nun vor, nicht den letzten Verhandlungsstand vom Dezember zu berücksichtigen. Dieser deckt sich laut Agilis im Wesentlichen mit dem Tarifvertrag, der am 10. Januar 2019 mit der Gewerkschaft GDL abgeschlossen wurde. Er sieht eine Entgeltsteigerung von mehr als sechs Prozent in den nächsten zwei Jahren vor. Das entspreche dem Branchenniveau, heißt es in der Mitteilung.

EVG: Lohnsteigerung unter Branchen-Niveau

Der Geschäftsstellenleiter der EVG, Harald Hammer, sprach im Vorfeld von einer von Agilis angebotenen Lohnsteigerung von 2,5 Prozent. Dieses Angebot läge weit unter dem, was in der Branche üblich ist. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft hatte die Agilis-Mitarbeiter gestern zwischen 4.40 Uhr und 9 Uhr zum Warnstreik aufgerufen. Betroffen waren in beide Richtungen vor allem die Verbindungen Regensburg-Ulm, Regensburg-Plattling und Bayreuth-Weiden-Hof. Die insgesamt wenigen Zugausfälle hatten aber keine größeren Auswirkungen für die Regionalbahnkunden.

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Weitere Information zur Verweildauer

© BR/Bastian Kellermeier

Mitglieder der EVG auf dem Bahnsteig in Regensburg