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Pferde auf der Weide

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    Aggressives Herpesvirus auch bei Pferden in Bayern aufgetreten

    Nach dem Ausbruch des Pferde-Herpesvirus bei Turnierpferden im spanischen Valencia sind auch in Reitställen in Bayern Fälle aufgetreten. Wieviele Tiere infiziert sind, ist derzeit unklar. Bis Ende März sind alle Reitturniere abgesagt.

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    Von
    • Theresa Krinninger
    • BR24 Redaktion

    Der Ausbruch des Equinen Herpesvirus (EHV-1) bei Turnierpferden im spanischen Valencia Ende Februar hat auch Konsequenzen für Bayern. Nach Informationen des Bayerischen Reit- und Fahrverbands (BRFV) sind auch in Bayern in verschiedenen Reitställen Fälle aufgetreten, die behandelt wurden und derzeit am Abklingen sind. Die Krankheit sei nicht neu und habe auch keine pandemieähnlichen Formen angenommen, betonte BRFV-Geschäftsführer Michael Hohlmeier im BR-Gespräch.

    Zahl infizierter Tiere in Bayern ist unbekannt

    Da Herpeserkrankungen nicht meldepflichtig seien, könne man keine verlässliche Aussage über die Anzahl erkrankter Tiere machen. Einige der Pferde, die in Valencia an dem internationalen Reitturnier teilnahmen, seien nach Abbruch der Veranstaltung mit ihren Reiterinnen und Reitern nach Bayern zurückgereist und in ihren Ställen isoliert worden.

    Die Weltmeisterin im Springreiten Simone Blum aus dem oberbayerischen Zolling schrieb vor wenigen Tagen auf ihrem Instagram-Profil, dass sie nach dreiwöchiger Quarantäne ihres Pferdes hoffe, bald wieder zu mehr Normalität zurückkehren zu können.

    Vier deutsche Pferde an Virus gestorben

    Nach aktuellen Informationen der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), dem Dachverband für Pferdesport und Pferdezucht, sind inzwischen vier deutsche Pferde an dem Virus gestorben. Die FN hat im Nachgang des Turniers in Valencia alle deutschen Teilnehmer kontaktiert und darüber aufgeklärt, welche Infektionsschutzmaßnahmen auf der Heimreise sowie nach der Reiserückkehr zu beachten seien.

    Keine Reitturniere bis Ende des Monats

    Um die Ausbreitung des Virus zu verhindern, finden bis 28. März keine Turniere und Zuchtveranstaltungen in Deutschland statt. Dem Bayerischen Reitverband zufolge verursachen Equine Herpesvirusinfektionen keine auf Menschen übertragbaren Krankheiten.

    Bis zu 80 Prozent aller Pferde tragen das Virus in sich. Häufig verläuft die Infektion symptomlos. Besonders gefürchtet ist jedoch die seltene, neurologische Ausprägung der Erkrankung, die über Bewegungsstörungen häufig zum Tod des Pferdes führen kann.

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