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Aggressive Jugendliche: Augsburg will Elias-Holl-Platz befrieden | BR24

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© BR/René Kirsch

Anstatt des geplanten "Ortes der Ruhe" ist auf dem Elias-Holl-Platz hinter dem Augsburger Rathaus eine Partymeile mit aggressiver Stimmung entstanden. Gemeinsam mit den Anwohnern hat die Stadt nun Lösungsvorschläge gesammelt.

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Aggressive Jugendliche: Augsburg will Elias-Holl-Platz befrieden

Anstatt des geplanten "Ortes der Ruhe" ist auf dem Elias-Holl-Platz hinter dem Augsburger Rathaus eine Partymeile mit aggressiver Stimmung entstanden. Gemeinsam mit den Anwohnern hat die Stadt nun Lösungsvorschläge gesammelt.

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Ein "Ort der Ruhe" sollte der Elias-Holl-Platz direkt hinter dem Augsburger Rathaus werden, ein Rückzugs- und Erholungsort als Ausgleich zum pulsierenden Rathausplatz. 2014 wurde der Platz deshalb teuer saniert. Bei einem Bürgertalk gestern Abend musste Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU) aber zugeben, dass dieses Projekt vorerst gescheitert ist.

100 Anwohner folgten Einladung des Oberbürgermeisters

Um sich ein Bild von der Situation zu machen, hatte Gribl ins Rathaus eingeladen – und er bekam, was er wollte. Rund einhundert genervte Anwohner folgten seiner Einladung. Respektvoll und fair im Umgang aber knallhart in der Sache trugen sie ihre Eindrücke von den Zuständen direkt vor ihrer Haustür vor.

Anfeindungen und Angriffe auf dem Elias-Holl-Platz

Ein Anwohner berichtete, dass es gegen ihn neben zahllosen Anfeindungen auch zwei tätliche Angriffe gab. Er riet eindringlich davon ab, zu versuchen, "mit diesen Leuten zu reden". Auch Werner Bayer von der Polizei teilte diese Einschätzung. Er riet dazu, besser die Polizei zu rufen.

Videos belegen aggressive Stimmung

Allgemein wurde die Stimmung auf dem Platz als sehr aggressiv beschrieben. Eine Schwester des angrenzenden Klosters gab unumwunden zu: "Ich habe Angst!" Internet-Videos, in denen tags und nachts grölende und feiernde Menschen zu sehen sind, belegen die Schilderungen der Anwohner auf deutliche Weise.

Lösungsvorschläge wurden gesammelt

Sofortmaßnahmen wird es aber trotzdem nicht geben. Der Winter schenkt den Anwohnern voraussichtlich einige Wochen Verschnaufpause. Vorschläge wie Musik- und Alkoholverbote, Streetworking und deutlich mehr Kontrollen ließ der Oberbürgermeister aber genau notieren. Das Problem sei bei der Stadt angekommen, sagt Gribl. Aber es sei vielschichtig.

"Es wäre plump, einfach nur eine Verdrängung zu machen. Das hilft nicht weiter, weil das Problem nicht gelöst wird. Ich glaube, wir konnten den Eindruck vermitteln, dass uns das Thema ernst ist. Vielleicht bringen die Ideen auch nochmal andere Lösungsansätze." Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl

Workshops sollen Anfang 2019 starten

Anfang 2019 sollen die Ideen in einem Workshop gebündelt und ab dem Frühjahr in einem Maßnahmenpaket umgesetzt werden. Abschließend versprach der Oberbürgermeister: "Wir werden liefern!" Die Anwohner am Elias-Holl-Platz werden es sehr genau verfolgen.

"Ich bin nicht mehr ganz so skeptisch. Ich hoffe, dass sich was tut, aber die politischen Mühlen mahlen immer sehr langsam." Anwohner Jürgen Benthele
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© BR

Ruhestörungen sind auf dem Augsburger Elias-Holl-Platz an der Tagesordnung. Der Platz hinter dem Rathaus hat sich statt zu einem Ort der Ruhe zu einem Ärgernis entwickelt. Nun soll gegengesteuert werden.