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Bildrechte: dpa-Bildfunk/Angelika Warmuth

Kilometerhohe Aschewolken schossen beim letzten Ätna-Ausbruch Mitte Februar auf Sizilien in den Himmel. Die Eruption des Vulkans war so stark, dass seine Asche sogar auf der Zugspitze registriert wurde.

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Ätna speit auf Sizilien - Vulkanasche an der Zugspitze

Kilometerhohe Aschewolken schossen beim letzten Ätna-Ausbruch Mitte Februar auf Sizilien in den Himmel. Doch nicht nur das: Die Eruption des Vulkans war so stark, dass seine Asche sogar auf der Zugspitze registriert wurde.

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Von
  • Stefanie Gentner
  • Weltspiegel Digital

Der Vulkan Ätna auf Sizilien kommt nicht zur Ruhe. Bei seinem letzten Ausbruch Mitte Februar spuckte er tagelang Feuer, Lavafontänen und gewaltige Aschewolken wurden immer wieder in den Himmel geschleudert. Gestein schoss laut Institut für Geophysik und Vulkanologie bis zu 500 Meter hoch.

Vulkanasche des Ätna auf der Zugspitze

Auch vergangene Nacht habe es wieder gebrodelt, berichtet Anja Miller, Chefkorrespondentin Fernsehen im ARD Studio Rom. Alles sei voll Asche in den umliegenden Orten - und nicht nur dort. Denn: Der Ausbruch ist sogar auf der Zugspitze messbar gewesen, das stellten die Forscher der Umweltforschungsstation Schneefernerhaus (UFS) fest. Nur zwei Tage nach der Eruption am 22. Februar konnten sie Schwefeldioxid und Aschepartikel am Gipfel messen.

Konkret heißt das: Bei ihren Messungen registrierte die Messstelle des Deutschen Wetterdienstes (DWD) unterhalb des Zugspitzgipfels in der Atmosphäre in der letzten Februarwoche bis zu 20 ppb (parts per billion = Teilchen pro 1 Milliarde Luftteilchen) an Schwefeldioxid - der Normalwert liegt in der Regel unter 1 ppb. Auch die Aschepartikel in der Luft nahmen demnach stark zu. Die Werte korrelierten zeitlich mit den Ausbrüchen des mehr als 1.000 Kilometer entfernten Ätna auf Sizilien.

Vulkanasche treibt bis nach Deutschland

Die vulkanischen Emissionen am 22. Februar hätten eine für den Ätna ungewöhnliche Höhe von letztendlich bis zu zwölf Kilometern erreicht, so die Forscher. Sie seien in nordwestliche Richtung über das Mittelmeer und die Südküste von Sardinien gezogen. In den Luftschichten habe es eine Bewegung Richtung Norden gegeben, das hätten die Messungen am Schneefernerhaus ergeben. So sei die Vulkanwolke über die Alpen bis nach Deutschland getrieben. Diese Bewegung sei auch gut mit Hilfe von Satellitendaten beobachtet worden.

© BR / Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG
Bildrechte: BR / Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG

Kilometerhohe Aschewolken schossen beim letzten Ätna-Ausbruch Mitte Februar auf Sizilien in den Himmel. Die Eruption des Vulkans war so stark, dass seine Asche sogar auf der Zugspitze registriert wurde.

Vulkan-Ausbruch 2010 - Eyjafjallajökull auf Island

Diese Erkenntnisse von der Zugspitze gibt es nicht zum ersten Mal: Auch beim Ausbruch des Eyjafjallajökull 2010 auf Island wurden zeitnah erhöhte Schwefeldioxidwerte und Aschepartikel an der UFS gemessen. Mithilfe der damals gewonnen Information über die Ausbreitung und die Aschemenge konnten unter anderem Warnungen für Flugreisen untermauert werden.

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