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Ärger um verkaufsoffenen Sonntag in Ansbach | BR24

© DGB Region Mittelfranken

Plakat am Eingang des Brücken-Centers in Ansbach

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    Ärger um verkaufsoffenen Sonntag in Ansbach

    Wegen des Altstadtfestes hatten am Sonntag die Geschäfte in der Ansbacher Altstadt geöffnet. Nicht aber das Brücken-Center. Der Geschäftsführer des Einkaufscenters gab auf einem Plakat dafür Kirchen und Gewerkschaften die Schuld. Die wehren sich.

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    Eine Plakataktion zum verkaufsoffenen Sonntag am 23. Juni in Ansbach sorgt für Ärger. Anlässlich des Altstadtfestes hatten die Geschäfte in der Innenstadt geöffnet. Die Regelung galt jedoch nicht für das Brücken-Center, ein großes Einkaufszentrum am Rand der Innenstadt.

    "Eigenartiges Demokratieverständnis"

    Der Geschäftsführer des Brücken-Centers hatte Plakate aufgehängt, auf denen er Kirchen und Gewerkschaften die Schuld daran gab, dass die Kunden am Sonntag vor verschlossenen Türen stehen mussten. Dagegen wehrt sich heute die "Allianz für den freien Sonntag", in der sich Kirchen und Gewerkschaften zusammengeschlossen haben. Sie werfen der Geschäftsleitung "schlechten Umgangsstil" und ein "eigenartiges Demokratieverständnis" vor.

    Die Behauptung, dass die Sonntags-Allianz die Öffnung verhindert habe, sei falsch. Auf Druck der Rechtsprechung durch den Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs und der Regierung von Mittelfranken als Rechtsaufsichtsbehörde habe der Stadtrat Ansbach das Brücken-Center aus dem räumlichen Geltungsbereich der neuen Sonntagsverkaufsordnung genommen. So steht es in einem Schreiben an die Geschäftsleitung.

    Plakat sollte Missverständnissen vorbeugen und Kunden informieren

    Die Plakate seien lediglich eine Kundeninformation gewesen, sagte dazu Andreas Schmid, Geschäftsführer des Brücken-Centers, dem Bayerischen Rundfunk. Denn die Kunden seien es gewohnt, dass im Rahmen des Altstadtfestes die Geschäfte in ganz Ansbach sonntags von 13 bis 18 Uhr geöffnet seien. 2019 sei dies erstmalig anders gewesen. Er habe deshalb schon im Vorfeld Anfragen von Kunden beantworten müssen und wollte mit dem Plakat Missverständnissen vorbeugen. Dies sei auch deshalb notwendig gewesen, da die Parkflächen des Brücken-Centers nicht wie gewohnt zur Verfügung stehen konnten.

    Geschäftsführer des Brücken-Centers gesprächsbereit

    Andreas Schmid teilte dem BR mit, er sei gerne zu Gesprächen mit der Sonntags-Allianz bereit. Vom Freistaat Bayern wünscht er sich ein zeitgemäßes Ladenschlussgesetz. Verkaufsoffene Sonntage seien gut für den örtlichen Einzelhandel, vor allem im Wettbewerb mit Onlinehändlern.