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Ärger um NPD-Plakate in Nürnberg | BR24

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Wahlplakate sind oft an Straßen angebracht

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    Ärger um NPD-Plakate in Nürnberg

    Die Nürnberger Werbeagentur Stadtreklame hat mehrere hundert Plakate in der rechtsextremen Partei NPD auf ihren Werbeflächen angebracht. Das sorgt nun für öffentliche Kritik, vor allem weil die SPD Teilhaberin der Werbeagentur ist.

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    Das privatwirtschaftlich geführte Unternehmen gab auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks an, zur Plakatierung aus rechtlichen Gründen verpflichtet zu sein.

    Stadtreklame sei Vielfalt verpflichtet

    Beide Geschäftsführer teilten mit: "Die Stadtreklame Nürnberg GmbH muss – wie andere Medien auch – Werbung von einer zur Wahl zugelassenen Partei auf ihren Flächen im öffentlichen Raum zur Verfügung stellen". Zudem fühle sich das Unternehmen der Vielfalt verpflichtet und unterstütze zivilgesellschaftliches Engagement und die Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg.

    © BR-Studio Franken/Miller

    Umstrittene NPD-Plakatierung in Nürnberg

    Linken-Stadtrat widerspricht

    Der Nürnberger Linken-Stadtrat Titus Schüller widerspricht dieser Darstellung. Dem BR sagte Schüller: "Die Stadtreklame kann wie jedes private Unternehmen selbst entscheiden, mit wem sie ein Vertragsverhältnis eingeht. Die SPD ist als Teilhaberin der Stadtreklame in einer ganz besonderen Verantwortung, diese NPD-Plakatierung zu unterbinden. Die NPD-Plakate sollten schnellstens mit Plakaten für Demokratie und Menschenrechte überklebt werden". Die Stadtreklame wollte dazu keine weitere Stellungnahme abgeben. Nach BR-Informationen will das Unternehmen den Vorfall nun intern rechtlich prüfen lassen.