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Ärger um Grenzkontrollen auf der A96 bei Lindau | BR24

© BR / Steffen Armbruster

Kontrollen für Einreisende nach Deutschland an der A96 bei Lindau sorgen für Wartezeiten und Staus.

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    Ärger um Grenzkontrollen auf der A96 bei Lindau

    Grenzkontrollen wegen der Corona-Pandemie soll es seit Montag nicht mehr geben. An der A96 Bregenz-Lindau scheint sich ein anderes Bild zu zeigen. Einreisende klagen über Staus und Wartezeiten und auch Lindaus Landrat kritisiert die Kontrollen.

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    Ballonartige Scheinwerfer, ein Baucontainer, verengte Fahrspuren getrennt für Lastwagen und Pkw: So sieht es derzeit am Grenzübergang auf der A96 zwischen Lindau und Bregenz aus. Hier muss durch, wer von Österreich aus nach Deutschland einreisen will. Laut Bundespolizeiinspektion in Kempten wird nun nicht mehr wegen der Corona-Beschränkungen kontrolliert, sondern wegen der Grenzkontrollen, die im Jahr 2015 eingeführt wurden. Damals ging es um Migranten, die über Österreich nach Deutschland kamen. Die Kontrollen wurden seither immer wieder verlängert.

    Bundespolizei prüft Notwendigkeit für Kontrollpunkt an der A96

    Auf Nachfrage des Bayerischen Rundfunks teilte die Bundespolizeidirektion in München mit, es werde überlegt, den Kontrollpunkt an der A96 abzubauen. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. Zwar stehen an der A96 inzwischen deutlich weniger Polizisten als in den vergangenen Wochen, sie kontrollieren aber nach wie vor. Bürger beklagen sich deshalb über Staus und Wartezeiten.

    Landrat fordert Ende der Kontrollen und Freigabe der Anschlussstelle Lindau

    Betroffen ist auch die Auf- und Abfahrt Lindau der A96 von und nach Österreich. Sie ist wegen der Kontrollen weiterhin gesperrt. Das war vor dem Corona-Shutdown nicht der Fall und ist aus Sicht des Landrats von Lindau, Elmar Stegmann, auch jetzt nicht mehr nötig. Stegmann sagte dem BR, ein wichtiger erster Schritt sei nun, die Barrikaden wieder abzubauen. Das Gebiet rund um Lindau liegt nach Aussage des CSU-Politikers nicht auf einer Flüchtlingsroute. Wenn man aus migrationspolitischen Gründen kontrollieren wolle, könne man das machen, ohne den Autobahnanschluss stillzulegen, fordert Stegmann. Er hatte die Kontrollen schon zuvor kritisiert und deshalb einen Brief an Bundesinnenminister Horst Seehofer geschrieben.