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Volksfest (Symbolbild)
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Matthias Lauer
Eva Limmer
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Volksfest (Symbolbild)

Bei aller Feierei hat die Volksfestzeit in dem kleinen Markt Wolnzach nicht nur ihre schönen Seiten. Nein, seit Jahren wird um das Volksfest gestritten. Genauer: Darum, wie laut das Volksfest sein darf. Eine Anwohnerin ist sogar bis in den Landtag gezogen mit dem Thema.

Gemeinde investiert in Lärmschutz

Wegen der Auseinandersetzung mit der lärmgeplagten Anwohnerin hat der Markt Wolnzach fast 150.000 Euro ausgegeben. Und zwar für eine "mobile Einhausung". Also ein Häuschen, das über den Küchen- und Getränkebereich außen an der Volksfesthalle angebracht wird. Außerdem hat man leisere Kühlaggregate fürs Bier angeschafft und die Soundanlage hat eine Vorrichtung, dass sie ab zehn Uhr abends die Lautstärke drosselt. Man hofft, dass damit der Streit vom Tisch ist.

Langer Streit führt zum Landtag und vor Gericht

Die Anwohnerin hat das Thema sogar in den Landtag gebracht. Und nicht nur das. Dieses Jahr hat sie auch vor dem Münchner Verwaltungsgericht geklagt, dass der Lärmschutz eingehalten wird. Dazu muss man wissen: Die Anwohnerin wohnt wirklich sehr nah dran, keine zwei Meter Luftlinie hinter der Volksfesthalle. Und sie hat sich daran gestört, dass ihrer Meinung nach jahrelang gar nichts unternommen wurde von Seiten der Gemeinde, um für besseren Lärmschutz zu sorgen. Sie hat dann eine Petition im Landtag eingereicht. Daraufhin haben die Abgeordneten die Gemeinde zu einigen Maßnahmen verpflichtet. Diese wurden jetzt auch umgesetzt.

Lärmschutzmaßnahmen werden getestet

Ein unabhängiger Experte hat den Lärmschutz abgesegnet, jetzt soll in den nächsten Tagen noch gemessen werden, ob auch alles passt. Trotzdem kann die Anwohnerin immer noch mit einer einstweiligen Verfügung drohen, dann muss man sehen, was die Volksfestbetreiber unternehmen.

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Matthias Lauer
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Sendung

Mittags in Oberbayern vom 10.08.2018 - 12:00 Uhr