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Ärger um Autoposer in Nürnberg | BR24

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Die Nürnberger Polizei sperrt in der Altstadt einen Hotspot für die sogenannten Autoposer. Die Altstadt ist ein beliebter Treffpunkt für sie. Mit einer speziellen Einheit will die Polizei gegen die Autoposer vorgehen.

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Ärger um Autoposer in Nürnberg

"Autoposer" lieben den Krach ihres Wagens und laute Musik aus den Bässen. In der Nürnberger Altstadt hat sich in den vergangenen Jahren eine Szene etabliert, die die Anwohner mehr als nervt. Die Polizei in Nürnberg beobachtet die Szene schon lange.

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"Autoposer" lieben den Krach ihres Wagens und laute Musik aus den Bässen. In der Nürnberger Altstadt hat sich in den vergangenen Jahren eine Szene etabliert, die die Anwohner mehr als nervt. Die Polizei in Nürnberg beobachtet die Szene schon lange.

Gerade mal 20 Stundenkilometer im Bereich der Färberstraße / Brunnengasse sind erlaubt. Und das ist den sogenannten Autoposern nur recht. Denn sie wollen gesehen werden. Der Bereich in der Nürnberger Innenstadt ist einer von mehreren Hotspots der Autoposer-Szene. Die Wagen, die hier in lauen Sommernächten vorbeirollen sind PS-stark und extrem laut - sehr zum Ärger von Anwohnern. Um dem Treiben Einhalt zu gebieten, kontrolliert eine spezielle "Task Force" der Nürnberger Polizei, also speziell geschulte Beamte, regelmäßig diesen "Catwalk" für Autocracks.

"Die Autos sind meistens von der Stange. Sie sind von Haus aus lauter. Man kann es zwar regulieren, auch leiser stellen, aber in der Innenstadt hallt das trotzdem, wenn sie aufs Gas steigen.", Michael Brey, Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte

Am Wochenende: Autoposer im Minutentakt

Besonders am Wochenende sei die Situation unerträglich, so die Polizei. Im Minutentakt halten die Polizeibeamten die überwiegend jungen Fahrer in ihren Wagen an. In vielen Fällen winkt dann eine Bußgeldanzeige, die den betroffenen Fahrer dann bis zu 90 Euro kosten kann.

"Wir wollen den Leuten nicht unnötig viel Geld abnehmen. Uns geht es darum, dass alle anderen ihre Ruhe bekommen, dass es ein gesittetes Miteinander ist und dass man gut miteinander umgeht im Straßenverkehr." Benjamin Baust, Verkehrspolizeiinspektion Nürnberg

Bürgermeister Vogel fordert Verkehrssperre

Endlich Ruhe auf den Straßen will auch Nürnbergs 2. Bürgermeister Christian Vogel (SPD). Er setzt auf harte Maßnahmen: "Genau deshalb gehen wir in den Rat der Stadt Nürnberg und werden vorschlagen, dass die Verlängerung Brunnengasse / Färberstraße tatsächlich für den normalen Autoverkehr gesperrt wird - also nur noch Anlieger und Lieferverkehr möglich ist."

Christian Vogel sieht das Ganze zunächst als Modellversuch für ein Jahr. Funktioniert die Sperre, könnte er sich langfristig auch eine Umwidmung zur Fußgängerzone vorstellen. Die Hoffnung des Politikers: Die Nerven der Anwohner sollen künftig geschont und die Polizei dadurch entlastet werden.