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Kultusminister Piazolo hat ein Gespräch mit dem Hofer SPD-Landtagsabgeordneten Klaus Adelt platzen lassen. Das behauptet Adelt gegenüber dem BR.

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    Ärger in Hof: Piazolo beantwortet Fragen von Eltern nicht

    In Hof gibt es Ärger über Bayerns Kultusminister Michael Piazolo. Erst habe er einer Videokonferenz mit Hofer Eltern nicht zugestimmt, jetzt sei auch noch die Übergabe gesammelter Fragen durch den Landtagsabgeordneten Klaus Adelt (SPD) gescheitert.

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    Von
    • Anne Axmann
    • BR24 Redaktion

    Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) hat ein Gespräch mit dem Hofer SPD-Landtagsabgeordneten Klaus Adelt (SPD) im Landtag platzen lassen. Das behauptet Adelt im Interview mit dem BR. Demnach sei das Gespräch für den gestrigen Mittwoch anberaumt gewesen. Piazolo hatte zuvor eine Videokonferenz mit Eltern aus der besonders stark von der Corona-Pandemie betroffenen Region Hof ausgeschlagen und das Gespräch mit Adelt selbst vorgeschlagen.

    Piazolo lehnt Videokonferenz mit Eltern ab

    Die Belastung der Familien im Corona-Hotspot Hof sei enorm, so Adelt. Bereits seit Anfang Dezember seien viele Kinder in Stadt und Landkreis Hof nicht mehr in der Schule gewesen. Piazolo habe es vorgezogen, nicht den Eltern Rede und Antwort zu stehen, sondern nur mit dem Abgeordneten allein zu sprechen. Dieses Gespräch habe er nun ebenfalls platzen lassen, heißt es. Wie Adelt sagt, habe er zwei Stunden vergeblich auf den Minister gewartet. "Am Ende zeigt er nicht mir, sondern den Eltern und Kindern die kalte Schulter", so Adelt zum BR.

    Der BR hat das Kultusministerium um eine Stellungnahme zu dem Vorwurf gebeten.

    Hofer Eltern stellen Piazolo 100 Fragen

    Die über 100 Fragen Hofer Eltern an den Kultusminister habe er nun in Themenblöcken zusammengefasst und werde sie in Form von parlamentarischen Anfragen an Piazolo senden. Dieser habe dann die Pflicht innerhalb von vier Wochen darauf zu antworten.

    Eltern fragen auch nach der Zukunft der Schule

    Die Fragen der Eltern drehten sich um versäumte Lerninhalte, um die Ausstattung der Schulen mit Luftfilteranlagen und um die digitale Zukunft der Schulen, heißt es aus dem Büro von Klaus Adelt. Die Eltern wollten außerdem wissen, warum es eine Corona-Testpflicht in Schulen gebe, aber nicht in Unternehmen. Gegen die Corona-Tests an Schulen hatte zuvor ein Anwalt aus Forchheim erfolglos geklagt.

    Weiter hohe Inzidenzwerte in und um Hof

    Die Sieben-Tage- Inzidenz in der Stadt Hof liegt aktuell bei einem Wert von 248, im Landkreis Hof bei 141. Der angrenzende Saale-Orla-Kreis im Südosten von Thüringen weist mit 545 die derzeit höchste Inzidenz in Deutschland auf.

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