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Adolf Hitlers Speisewagen bleibt in Neuenmarkt | BR24

© picture alliance/Armin Weigel

Spezialisten haben in Weiden den Salonwagen von Adolf Hitler restauriert. Seitdem steht er im Museum in Neuenmarkt , wo er jetzt bleiben darf.

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    Adolf Hitlers Speisewagen bleibt in Neuenmarkt

    Der Speisewagen mit dem einst Adolf Hitler und später auch deutsche Bundeskanzler unterwegs waren, bleibt dem Deutschen Dampflokomotivmuseum in Neuenmarkt dauerhaft erhalten. Die Oberfrankenstiftung hat den Waggon gekauft.

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    Das Deutsche Dampflokomotiv Museum kann den einstigen Speisewagen von Adolf Hitler dauerhaft ausstellen. Die Oberfrankenstiftung hat den Salonspeisewagen von einem Privatmann gekauft und stellt ihn als Dauerleihgabe dem Haus in Neuenmarkt zur Verfügung.

    Museum beherbergt Hitlers Speisewagen seit 2001

    Laut Museum ist das Fahrzeug "ein einmaliges Zeugnis über die Regierung- und Repräsentationszwecke der deutschen Eisenbahn". 1988 wurde der Wagen von der Bahn ausgemustert und stand danach einige Jahre auf einem Nebengleis eines Güterbahnhofes Münster, wo er Wind und Wetter ausgesetzt war. Ein Eisenbahnliebhaber hatte den arg ramponierten Luxus-Waggon mit der Typbezeichnung "10 242" schließlich gekauft und damit vor dem endgültigen Verfall bewahrt. Anschließend wurde der Wagen in Weiden von Spezialisten restauriert und seit 2001 im Dampflokmuseum in Neuenmarkt ausgestellt.

    Auch die Queen war mit dem Waggon unterwegs

    In dem Fahrzeug waren nicht nur Hitler, sondern später auch die Bundeskanzler Konrad Adenauer und Willy Brandt unterwegs. Selbst Queen Elizabeth II. soll Angaben des Museums zufolge von dem Wagen schon auf ihren Reisen begleitet worden sein. Demnach sei das Fahrzeug im Laufe der Jahrzehnte auch mehrfach umgebaut worden. Unter anderem habe Konrad Adenauer den Wohnbereich des Waggons um 1950 in einen Funkraum umbauen lassen. In den Folgejahren war Hitlers früherer Speisewagen dann von mehreren Bundeskanzlern als Funkbegleitwagen genutzt worden.

    Hermann Görings Wagen steht in Bonn

    Auch andere Eisenbahnwaggons, die einst Nationalsozialisten geordert hatten, wurden später von Kanzlern der Bundesrepublik zur Repräsentationszwecken und für Wahlkampftouren genutzt. Im Haus der Deutschen Geschichte in Bonn etwa steht seit 1990 der Waggon "10 205", der ursprünglich für Hermann Göring, den früheren Oberbefehlshaber der deutschen Luftwaffe, gebaut wurde und der bis 1974 für deutsche Bundeskanzler im Einsatz war. Der Salonwagen "10 205" war das erste Ausstellungsobjekt, das jemals in das Haus der Deutschen Geschichte eingebracht wurde.

    Später waren Flugzeuge und Autos erste Wahl

    Helmut Schmidt soll übrigens der letzte Kanzler gewesen sein, der noch einen neuen Salonwagen bekam. Danach waren Flugzeuge, Hubschrauber und Autos erste Wahl.