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Adidas-Personalvorstand Karen Parkin tritt zurück | BR24

© Adidas

Die zurückgetretene Adidas-Peronalchefin Sarah Parkin

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Adidas-Personalvorstand Karen Parkin tritt zurück

Der fränkische Sportartikelhersteller Adidas muss sich einen neuen Personalvorstand suchen. Die 55-jährige Britin Karen Parkin tritt mit sofortiger Wirkung zurück. Parkin wurde zuletzt ein nachlässiger Umgang mit Rassismus-Vorwürfen nachgesagt.

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Von
  • Oliver Tubenauer

Karen Parkin, verantwortlich für das Ressort Global Human Resources, verlasse das Unternehmen nach 23 Jahren, teilte Adidas am Dienstagabend (30.06.20) in Herzogenaurach mit. Der Aufsichtsrat habe im "gegenseitigem Einvernehmen" zugestimmt, ihr Vorstandsmandat sofort zu beenden. Adidas-Chef Kasper Rorsted soll nun übergangsweise ihre Aufgaben übernehmen.

Karen Parkin stieß vor allem in den USA auf Kritik

Seit der Rassismus-Debatte im Zusammenhang mit dem gewaltsamen Tod von George Floyd wurde Parkin vor allem von Mitarbeitern in den USA kritisiert. Als auch innerhalb des Unternehmens über Rassismus diskutiert wurde, geriet Parkin ins Kreuzfeuer. Vor allem wurde ihr vorgeworfen, dass sie das Thema Rassismus auf einer Mitarbeiterversammlung im vergangenen Jahr als eine Sache abgetan habe, die mit Adidas nichts zu tun habe. Der Protest der Adidas-Mitarbeiter gegen Parkin ging so weit, dass sogar die Adidas-Zentrale in Portland, im US-Bundesstaat Oregon, bestreikt wurde.

Adidas lobt Parkin - auch für ihr Engagement gegen Rassismus

Aufsichtsratschef Igor Landau lobte dagegen die Verdienste von Parkin, die seit 1997 für Adidas arbeitete. "Ihre Entscheidung, das Unternehmen zu verlassen, unterstreicht dieses Engagement sowie ihre Überzeugung, dass eine neue Leitung an der Spitze des Personalbereichs den beschleunigten Wandel, den Adidas jetzt benötigt, am besten vorantreiben wird. Mit Respekt vor ihrer Entscheidung nehmen wir daher ihr Rücktrittsgesuch an."

Parkin will Weg frei machen

Adidas-Chef Rorsted betonte, Parkin habe in den vergangenen Wochen "eine wesentliche Rolle dabei gespielt, wie das Unternehmen Rassismus bekämpfen und aus Adidas ein noch vielfältigeres Unternehmen werden soll". Parkin selbst erklärte, sie bekenne sich zu dem Ziel, ein Unternehmen zu schaffen, das "in noch größerem Ausmaß von Vielfalt, Teilhabe und Gleichbehandlung" geprägt ist. Doch es gebe noch sehr viel zu tun. "Um das Unternehmen zu einen, ist es besser, wenn ich mich zurückziehe und den Weg für einen Wandel bereite."

Wandel bei Adidas ist in die Wege geleitet

Adidas hat in den letzten Wochen unter anderem mit einer Personal-Offensive auf die BlackLivesMatter-Bewegung in den USA reagiert. So sollen bei Neueinstellungen in den USA künftig etwa 30 Prozent Schwarze und Latinos zum Zuge kommen.

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Adidas muss sich einen neuen Personalvorstand suchen. Die 55-jährige Britin Karen Parkin tritt mit sofortiger Wirkung zurück. Parkin wurde zuletzt ein nachlässiger Umgang mit Rassismus-Vorwürfen nachgesagt.

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