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Fahrradklima-Test: Würzburg belegt Platz 31 | BR24

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Friederike fährt Rad. Ob zur Arbeit, zum Einkaufen oder in der Freizeit. Oft genug bekommt sie es mit der Angst zu tun. Autos fahren dicht vorbei oder übersehen sie einfach. Wie gefährlich ist der Alltag mit dem Fahrrad? Ein Praxistest in Würzburg.

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Fahrradklima-Test: Würzburg belegt Platz 31

Beim ADFC-Fahrrradklima-Test landet Würzburg erneut auf den hinteren Plätzen. Von deutschlandweit 41 teilnehmenden Städten mit einer vergleichbar hohen Einwohnerzahl belegt Würzburg Platz 31. Das schlechte Abschneiden hat mehrere Gründe.

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Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) hat heute in Berlin die Ergebnisse des Fahrradklima-Tests vorgestellt. Von insgesamt 41 Städte mit einer Einwohnerzahl von 100.000 bis 200.000 landet Würzburg auf Platz 31. Vor zwei Jahren lag Würzburg von 38 Städten noch auf Platz 34.

Kritik der Radfahrer

Würzburgs Radfahrer kritisieren laut ADFC-Test vor allem zu schmale Radwege, keine oder nur mangelhafte Radverkehrsführungen an Baustellen und dass zu selten, Falschparker auf Radverkehrswegen kontrolliert würden. Radfahren verursache hauptsächlich Stress. Eltern könnten ihre Kinder nicht guten Gewissens allein Rad fahren lassen. Nach wie vor gebe es viel zu wenig Abstellmöglichkeiten.

"In einer Zeit, in der Maßnahmen gegen den Klimawandel notwendiger denn je sind und allerorts eine Verkehrswende postuliert wird, kann man darüber nur den Kopf schütteln." Hans-Jürgen Beck, ADFC-Kreisverband Würzburg

Hans-Jürgen Beck vom ADFC-Kreisverband Würzburg zufolge seien die innerstädtischen Straßen in Würzburg im Vergleich zu Städten wie Bamberg oder Regensburg zwar relativ breit, jedoch bekomme der Radverkehr immer noch viel zu wenig Raum.

Stadt sieht sich auf dem richtigen Weg

Die Stadt Würzburg hingegen sieht sich angesichts der Verbesserung um drei Plätze auf Platz 31 auf dem richtigen Weg. Stellung nimmt sie aber auch zu kritischen Anmerkungen aus dem Fahrradklimatest, der als Schwächen beispielsweise die Führung an Baustellen, Ampelschaltungen, die Breite der Radwege angibt.

„Aufgrund der Topographie Würzburgs muss der Radfahrende leider an manchen Stellen Abstriche machen. Aber auch dort versuchen wir zu bestmöglichen Lösungen für alle Verkehrsteilnehmer zu kommen. Auch die Ampelschaltungen sollen dank der Planungen von Smart City und Sauber Mobil intelligenter werden.“ Adrien Cochet-Weinandt, Radverkehrsbeauftragter Stadt Würzburg

Das Radverkehrskonzept sehe außerdem den Bau zahlreicher Radachsen vor, um Stadtteile zu vernetzen.

Rekordbeteiligung bei ADFC-Befragung

Der ADFC-Fahrradklima-Test ist die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit und wurde im Herbst 2018 zum achten Mal durchgeführt. Er wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert, im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans. Über 170.000 Menschen stimmten bundesweit ab – eine Steigerung von über 40 Prozent gegenüber dem letzten Test im Jahr 2016. Das bildet eine neue Rekordbeteiligung.

© Irina Hanft/BR-Mainfranken

Beim ADFC-Fahrrradklima-Test landet Würzburg erneut auf den hinteren Plätzen. Von deutschlandweit 41 teilnehmenden Städten mit einer vergleichbar hohen Einwohnerzahl belegt Würzburg Platz 31. Das schlechte Abschneiden hat mehrere Gründe.