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ADAC untersucht und bemängelt Radwege in München | BR24

© pa/dpa/Tobias Hase

Radfahrer fahren auf der Brienner Straße an einem Verbotsschild für Autos vorbei.

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    ADAC untersucht und bemängelt Radwege in München

    Der ADAC versteht sich mittlerweile allgemein als Mobilitätsclub und testet deshalb auch Radwege. Die Experten des Automobilclubs haben sich 120 Fahrrad-Routen in Deutschland angeschaut, unter anderem in München. Das Urteil fällt gemischt aus.

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    Der ADAC kritisiert zu schmale Radwege. Jeder dritte Radweg sei zu schmal, so das Fazit der ADAC-Tester. Der Automobilclub hat sich orientiert an den sogenannten Empfehlungen für Radverkehrsanlagen, ein technisches Regelwerk, das von Behörden und Planern angewendet wird. Demnach muss ein Radweg in einer Richtung mindestens 1,6 Meter breit sein. Das ist aber auch in München an vielen Stellen nicht der Fall, sagt ADAC-Sprecher Johannes Boos.

    38 Prozent der untersuchten Radwege zu schmal

    In München nahmen die Verkehrsexperten vom ADAC die Routen vom Hauptbahnhof nach Obergiesing unter die Lupe, von der ADAC-Zentrale am Heimeranplatz nach Pasing oder aus dem Tal nach Sendling. Doch 38 Prozent der untersuchten Wege hatten noch nicht einmal die empfohlene Mindestbreite, aber bei gemeinsamen Geh- und Radwegen waren drei Viertel deutlich breiter als empfohlen und auf den getesteten Radwegen gab es wenig Engstellen wie Bäume oder Einbauten und Straßenschilder.

    München liegt nur im Mittelfeld

    Am Ende reichte es für ein "ausreichend". Damit befindet sich München bei diesem Radwegetest im Mittelfeld, unter anderem zusammen mit Dresden, Erfurt, Stuttgart und Wiesbaden. Der ADAC nutzt den Test, um darauf hinzuweisen, dass breitere Radwege immer notwendiger werden aufgrund des stark wachsenden Radverkehrs. Neben dem klassischen Fahrrad seien zudem auch breite Lastenräder oder Anhänger und seit vergangenem Jahr auch E-Scooter auf den deutschen Radwegen unterwegs. Da wird es schnell mal eng und gefährlich.

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