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Achtung Wiesenbrüter! Kreis Kelheim gibt Regeln aus | BR24

© pa/blickwinkel/R. Guenter

Bekassinen ruhen am Ufer eines Tümpels

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    Achtung Wiesenbrüter! Kreis Kelheim gibt Regeln aus

    Ab sofort gelten im Kreis Kelheim Regeln, die für den Schutz der sogenannten Wiesenbrüter sorgen. Wegen der Corona-Krise gibt es keine Naturschutzwächter - jeder ist dazu aufgerufen, selbst größtmögliche Rücksicht auf die seltenen Vögel zu nehmen.

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    Ab sofort sind alle im Landkreis Kelheim dazu aufgerufen, sich an bestimmte Regeln zu halten, um die sogenannten Wiesenbrüter zu schützen. Das hat das Landratsamt Kelheim mitgeteilt. Anlässlich der Rückkehr der Vögel aus den Winterquartieren ist es verboten, die Tiere während der Brut- und Aufzuchtzeit von März bis Ende August zu stören.

    Wiesenpieper und Weißstörche

    Es handelt sich dabei um selten gewordenen Vogelarten, die im Frühling in Wiesen brüten. Dazu zählen der Große Brachvogel, die Bekassine, der Kiebitz, der Wachtelkönig, das Braunkehlchen, und der Wiesenpieper. Neben den Wiesenbrütern würden auch Zugvögel die Flusstäler nutzen, um dort zu rasten. Auch sie sollen nicht gestört werden, so das Landratsamt weiter. Eng an Grünland gebunden ist auch der Weißstorch, der zwar nicht in den Wiesen brütet, aber bei der Nahrungssuche regelmäßig in diesen Bereichen anzutreffen ist.

    Vom Abenstal bis ins Forstmoos

    Die wichtigsten Brut- und Aufzuchtgebiete für Wiesenbrüter liegen im Abenstal und seinen Seitentälern sowie im Tal der Großen Laber. Aber auch im Forstmoos, in der Donauniederung, im Sallingbachtal und im Esperbachtal bei Herrnwahlthann muss auf wiesenbrütende Vögel Rücksicht genommen werden.

    Naturschutzwächter wegen Corona nicht unterwegs

    Urspürnglich war geplant, dass ehrenamtliche Naturschutzwächter in dem Gebiet unterwegs sind und darauf achten, dass Spaziergänger das Wegegebot und die Anleinpflicht für Hunde einhalten. Wegen der Corona-Krise wurden diese Touren nun ausgesetzt, heißt es. Das Landratsamt bittet deshalb alle Spaziergänger, Reiter, Hundehalter, selbst darauf zu achten, dass die seltenen Vögel in Ruhe rasten und brüten können. Diese besondere Rücksichtnahme sei aufgrund der dramatischen Bestandsrückgänge der letzten Jahrzehnte dringend erforderlich, heißt es.

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