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Achtung Waschbär! Haustier hält Buchloer Familie auf Trab | BR24

© BR/Christian Wagner

Eine Familie in Buchloe hat ein Haustier, das besondere Ansprüche hat und einen ausgeprägten Charakter: Die Wittmanns haben einen waschechten Waschbären!

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Achtung Waschbär! Haustier hält Buchloer Familie auf Trab

Ein Haustier gehört in vielen Familien einfach dazu: Katze, Hund oder Meerschwein. Bei den Wittmanns in Buchloe ist ein ausgewachsener Waschbär zuhause. Das kann anstrengend sein, meistens ist es aber sehr unterhaltsam.

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Von
  • Christian Wagner
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Hund oder Katze, Kanarienvogel oder Hamster - jeder kann sein passendes Haustier finden. Familie Wittmann aus Buchloe allerdings hat ein Haustier mit Anspruch und einem ausgeprägten Charakter: einen waschechten Waschbär!

Schwarz-weißes Fell, eine schwarze "Maske" um die kleinen Knopfaugen herum: So kennen schon die Kinder Waschbären aus dem Bilderbuch oder aus dem Zoo. Bei Familie Wittmann in Buchloe kommt der Waschbär gleich aus seiner Höhle heraus, um die Schuhe der Besucher zu beschnuppern.

Waschbär "Bäro" knackt sich seine Nüsse selbst

Neugierig ist "Bäro" und sehr geschickt. Der Waschbär knackt die härtesten Nüsse, sagt Mutter Carmen Wittmann, als der Bär bei ihr in der Küche steht, die Pfoten mit den langen Krallen hochgestreckt zur Tischkante. Neben Nüssen bekommt er Blaubeeren, ein bisschen Hunde-Trockenfutter und auch mal Heuschrecken aus der Zoo-Handlung. "Am liebsten mag er Bananen, aber die machen auch dick", sagt Carmen.

Schon seit vier Jahren teilen die Wittmanns ihr Haus mit Bäro. Aufgenommen haben ihn die Söhne Christian und Robert in Braunlage im Harz, dort waren sie zum Studieren und zum Eishockey-Spielen. In Niedersachsen sind die Waschbären eine Plage, die Jäger schießen sie regelmäßig. Verlassene Waschbären-Babys sind deshalb keine Seltenheit.

Eigentlich sollte der kleine Waschbär wieder ausgewildert werden

Anfangs hat der Waschbär in eine Hand gepasst, die Augen waren noch geschlossen. "Wir waren die ersten, die er gesehen hat", sagt Christian. Deshalb hat es wohl nicht geklappt, den Bären wieder auszuwildern. "Er kam einfach immer wieder zu uns zurück, einmal ganz abgemagert", erzählt Robert. Und so ist Bäro geblieben, aus dem Norden mit umgezogen zu den Eltern nach Buchloe.

Hier in Buchloe verlangt das Veterinäramt, dass der Waschbär nicht frei herumläuft, damit sich nicht etwa auch hier Waschbären ausbreiten können. Deshalb bleibt Bäro den Tag über in seinem großen Gehege im Garten. Dort kann er sich auch gut verstecken. Abends darf er dann hinein ins Haus. Dort wartet schon Hündin Emma auf ihn.

Waschbär und Hund vertragen sich bestens

"Hund und Waschbär sind zusammen groß geworden, deshalb vertragen sie sich so gut miteinander." Christian lacht und erzählt, dass der Hund jeden Nachmittag schon auf den Waschbären wartet, um mit ihm zu spielen.

Dabei ist der Waschbär ein Wildtier, mit Krallen und scharfen Zähnen. Bei den Wittmanns aber sucht der Bär, inzwischen 10 Kilo schwer, tagtäglich die Nähe zu den Menschen. Wenn Christian und Robert am Esstisch auf ihre Prüfungen lernen: "Dann schläft er auch mal ein, schnurrt und schnarcht sogar." Und wenn er aufwacht, erzählt Christian, dann greift er schon mal nach einem Arm und zieht die Hand zu sich, "das heißt dann, ich soll ihn streicheln!"

Waschbären können sehr alt werden

Sich von ihrem Waschbären zu trennen, das können sich die Wittmanns nicht vorstellen. Und wenn es stimmt, dass Waschbären bei guter Pflege gut und gerne über 20 Jahre alt werden, dann haben sie noch viel Freude miteinander in Buchloe.

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