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Acht Verletzte bei Luftlandeübung in Grafenwöhr | BR24

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Bei einer großen Luftlandeübung auf dem US-Truppenübungspatz Grafenwöhr in der Oberpfalz haben sich am Abend sechs US-Soldaten teilweise schwer verletzt. Bei der anschließenden Bergungsaktion verletzten sich zwei Feuerwehrmänner.

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Acht Verletzte bei Luftlandeübung in Grafenwöhr

Nach der missglückten Luftlandeübung mit rund 200 US-Fallschirmjägern in Grafenwöhr sind jetzt weitere Einzelheiten bekannt geworden. Die Zahl der Verletzten ist auf acht gestiegen.

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Bei einer großen Luftlandeübung auf dem US-Truppenübungspatz Grafenwöhr in der Oberpfalz haben sich am Abend sechs US-Soldaten teilweise schwer verletzt. Bei der anschließenden Bergungsaktion verletzten sich zwei Feuerwehrmänner.

Am frühen Abend waren etwa 200 Mitglieder der 173. Airborne Brigade der US-Armee im Rahmen einer Übung über dem Übungsplatzgelände abgesprungen, wie die Polizei in Eschenbach auf Anfrage mitteilte. Einige der Fallschirmjäger verfehlten möglicherweise wegen Windböen den vorgesehenen Landeplatz und landeten in einem Waldgebiet.

Prellungen und gebrochene Beine

Mehrere Soldaten blieben in den Kronen von hohen Bäumen hängen. Sie zogen sich Prellungen und Beinbrüche zu. Die Berufsfeuerwehr des Truppenübungsplatzes habe die meisten der verletzten Fallschirmjäger bergen können, teilte die Polizei weiter mit. Weil man aber sichergehen wollte, dass alle abgestürzten Soldat in der einbrechenden Dunkelheit gefunden werden, wurden auch Kräfte der umliegenden Feuerwehren zu Hilfe gerufen.

Insgesamt beteiligten sich schließlich 170 Helfer von Feuerwehren und Santiätsdiensten, Notärzte und Bergretter an dem Einsatz. Bei der Befreiung des letzten in einem Baumwipfel hängenden Soldaten kam es dann zu einem weiteren Unfall. Der US-Soldat stürzte ab. Dabei wurden zwei 60 und 62 Jahre alte Feuerwehrleute, die vom Boden aus helfen wollten, verletzt.

Immer wieder Unfälle

Auf dem Gelände des US-Truppenübungsplatzes finden regelmäßig Übungen mit vielen Fallschirmspringern statt. Dabei kommt es auch immer wieder zu Unfällen. Vor fünf Jahren gab es in Grafenwöhr mehr als 30 schwerverletzte Soldaten, als bei einer internationalen Großübung 1.500 Fallschirmjäger gleichzeitig über dem Truppenübungsplatz abgesprungen waren.

Vor vier Jahren entstand auf dem benachbarten US-Truppenübungsplatz Hohenfels ein Millionenschaden beim Absturz mehrerer Militärfahrzeuge, die vom Hubschrauber aus mit Fallschirmen zu Boden gelassen werden sollten. Damals hatte ein US-Soldat die Fallschirme manipuliert.

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Weil sie anstatt auf einer Wiese in einem Waldstück landeten mussten mehrere Fallschirmjäger der US-Armee am Mittwochabend auf dem US-Truppenübungsplatz Grafenwöhr von Rettungskräften gerettet werden.

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