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Acht Betrugsfälle zum Jahreswechsel im Raum Hauzenberg | BR24

© BR/Lisa Hinder

Internet-Betrug (Symbolbild)

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    Acht Betrugsfälle zum Jahreswechsel im Raum Hauzenberg

    Acht Betrugsfälle sind zum Jahreswechsel bei der Polizeiinspektion Hauzenberg eingegangen. In sechs Fälle haben die unbekannten Täter unter dem Namen der Geschädigten oder mit deren Kontodaten online Bestellungen getätigt.

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    Von
    • Andrea Neumeier
    • BR24 Redaktion

    Acht Anzeigen wegen Betrugs hat die Polizeiinspektion Hauzenberg zum Jahreswechsel aufgenommen. Wie es in einer Pressemitteilung heißt, wurden in den meisten Fällen von Unbekannten online Accounts gehackt und persönliche Daten missbraucht.

    Facebook-, Paypal-und Amazon-Account gehackt

    In einem Fall war der Facebook-Account eines Hauzenbergers gehackt worden. Auf sein Handy erhielt er eine Meldung, er solle seinen Ausweis einscannen, um sich zu identifizieren. Kurz nachdem er das gemacht hatte, wurde über den Facebook-Account auch der Paypal-Account gehackt und drei Abbuchungen im mittleren dreistelligen Bereich getätigt.

    Ebenfalls eine Hauzenbergerin erhielt am Wochenende eine E-Mail mit einer Amazon-Bestellbestätigung. Da die Frau nichts gekauft hatte, drückte sie auf „Bestellung stornieren“ und wurde auf eine Internetseite weitergeleitet, auf der sie persönliche Daten und ihre Bankverbindung angeben sollte. Hier wurde die Frau misstrauisch und brach den Vorgang ab. Ein finanzieller Schaden war deswegen glücklicherweise nicht entstanden. Unbekannte hatten außerdem über die Weihnachtsfeiertage die Kreditkartendaten eines Untergriesbachers ausspioniert und dann damit ein Amazon-Konto angelegt. Es wurde vier Mal 40 Euro vom Kartenkonto durch Amazon abgebucht.

    Wolldecke bei Fake-Shop bestellt

    Vom Kreditkartenkonto eines weiteren Hauzenbergers waren an den Weihnachtsfeiertagen durch Unbekannte insgesamt 14 Abbuchungen getätigt worden. Der Schaden beläuft sich auf einen mittleren dreistelligen Betrag. Ebenfalls ein Hauzenberger hatte Mitte Dezember online eine Wolldecke für 50 Euro gekauft und mit der Kreditkarte bezahlt. Erst im Nachhinein, als der Kontakt zum Anbieter abbrach, bemerkte er, dass er bei einem Fake-Shop eingekauft hatte. In einem weiteren Fall hatten Unbekannte mit dem Namen einer Hauzenbergerin ein Paypal-Konto eröffnet. Deshalb wurde sie aufgefordert, für die Nutzung des Kontos zu bezahlen. Der Schaden beläuft sich auf rund 150 Euro.

    Pflegekraft macht sich mit EC-Karte aus dem Staub

    Außerdem brachte eine Rentnerin einen Vorfall von Ende November zur Anzeige: Eine Polin arbeitete bei der Frau in Hauzenberg als Pflegekraft. Ende November reiste die Pflegerin überraschend ab und hat dabei vermutlich die EC-Karte der Rentnerin an sich genommen und vollzog damit sechs Abhebungen mit einem Schaden im unteren vierstelligen Bereich.

    Personalien gestohlen und Outdoor-Sachen bestellt

    An Silvester ging bei der Hauzenberger Polizei eine Anzeige über einen Vorfall ein, der sich aber schon im April ereignet hatte: Unbekannte sollen online Outdoor-Sachen im Wert von 142,93 Euro mit den Personalien eines Hauzenbergers unter dessen ehemaliger Adresse in Hauzenberg bestellt haben. Die Ware wurde an eine Lieferadresse in Traunreut ausgeliefert. Eine 37-jährige Frau aus Traunreut steht daher im dringenden Verdacht, illegal erlangte Pakete umetikettiert und ins Ausland weitergeschickt zu haben. Der geschädigte Hauzenberger wurde nun durch ein Inkassobüro zur Zahlung aufgefordert. Der Mann habe aber zu keinem Zeitpunkt eine Bestellung getätigt. Bereits im März hatte er Anzeige wegen eines ähnlichen Falls erstattet. Hier wurde ein Handy auf seinen Namen bestellt. Die Frau aus Traunreut ist bereits etliche Male wegen ähnlicher Fälle aufgefallen.

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