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Am Samstag war ein Kleinflugzeug in den Öschlesee in der Gemeinde Sulzberg gestürzt. Die zum Teil schwerverletzten Opfer, konnten von Badegästen mit Tretbooten gerettet werden, ehe die Maschine versank. Am Montag wurde das Flugzeug geborgen.

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Nach Absturz in Öschlesee: Cessna aus acht Metern Tiefe geholt

Nach Problemen beim Start stürzte am Sonntag ein Kleinflugzeug in den Allgäuer Öschlesee. Vier Menschen waren an Bord, alle sind inzwischen außer Lebensgefahr. In einer aufwendigen Aktion wurde die Maschine aus acht Metern Tiefe an Land geholt.

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Von
  • Kilian Geiser
  • Johanna Kempter

Aufwendige Bergungsaktion nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs im Oberallgäu: Etwa acht Meter tief war die Maschine im Öschlesee gesunken. Am Vormittag wurde die Cessna nach oben geholt.

Die Bergung gestaltete sich laut Polizeisprecher Dominic Geißler schwierig, denn das Flugzeug steckte im Schlick fest. Taucher brachten zunächst Luftkissen an dem gesunkenen Flugzeug an. So konnte die Maschine vom Grund des Sees an die Oberfläche geholt und schließlich ans Ufer gezogen werden. Sicherheitshalber hatte die Feuerwehr eine Ölsperre eingerichtet, damit sich möglicherweise austretendes Kerosin oder Öl nicht im See verteilen kann.

Experten untersuchen geborgene Cessna

Am Nachmittag wurde die Cessna schließlich mit Hilfe eines Krans aus dem Wasser geholt. Ein Experte von der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung untersucht die Cessna, die am Nachmittag an Land gebracht worden ist, derzeit vor Ort. Voraussichtlich am morgigen Dienstag soll sie für die weiteren Untersuchungen abtransportiert werden. Im Ganzen ist die Maschine laut Polizei nicht transportfähig, da sie eine Spannweite von etwa zehn Metern hat.

Reinigungsarbeiten der Feuerwehr laufen

Die Feuerwehr ist derweil damit beschäftigt, den See von Öl- und Benzinrückständen zu reinigen, um Gefahren für Fische und andere Tiere auszuschließen. Außerdem geht es um die Wasserqualität für die Badegäste im Sommer. Die Arbeiten sollen bis zum Einbruch der Dunkelheit weitergeführt und morgen fortgesetzt werden.

Nach Start in Durach im Öschlesee gesunken

Die Cessna war am Sonntag auf dem nahen Flugplatz in Kempten-Durach gestartet. Das einmotorige Kleinflugzeug konnte nach ersten Ermittlungen keine Höhe gewinnen. Ob der Pilot sich den Öschlesee bewusst für eine Notlandung aussuchte oder unfreiwillig in das Gewässer stürzte, war zunächst unklar. Dies müssten nun die weiteren Ermittlungen zeigen, erklärte der Polizeisprecher. Die Kemptener Kriminalpolizei wird dabei von einem Gutachter der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung unterstützt.

Alle Flugzeug-Insassen am Montagmorgen außer Lebensgefahr

An Bord waren drei Männer und eine Frau im Alter zwischen 27 und 38 Jahren. Retter kamen ihnen mit Tretbooten zu Hilfe. Ein Insasse befand sich nach dem Unfall zunächst in Lebensgefahr, jedoch hatte sich der Gesundheitszustand bis Montag stabilisiert. Ein weiterer Insasse wurde schwer verletzt gerettet. Die beiden anderen Insassen der Maschine waren leicht verletzt.

© BR/Andrea Trübenbacher
Bildrechte: BR/Christoph Scheule

Das im Öschlesee versunkene Kleinflugzeug ist wieder an Land. Am Mittag gelang es den Einsatzkräften, die Cessna mit Luftkissen an die Wasseroberfläche zu holen. Von dort wurde sie ans Ufer geschleppt und an Land gezogen.

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