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Abschiebung von hochschwangerer Frau aus Deggendorf abgesagt | BR24

© pa/dpa

Das Ankerzentrum Deggendorf: Hier lebt die 18-jährige Afrikanerin.

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    Abschiebung von hochschwangerer Frau aus Deggendorf abgesagt

    In dieser Woche sollte eine junge Frau aus Sierra Leone, die derzeit im Ankerzentrum Deggendorf lebt, nach Italien abgeschoben werden. Jetzt darf die hochschwangere Westafrikanierin vorerst in Niederbayern bleiben.

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    Die nach BR-Informationen für den 18. Oktober geplante Abschiebung einer hochschwangeren 18-jährigen Frau aus Sierra Leone nach Italien ist abgesagt. Das gab die zuständige Regierung von Niederbayern auf BR-Anfrage bekannt. Die Rückführung nach Italien werde nicht erfolgen, weder am kommenden Donnerstag noch zu einem späteren Zeitpunkt, so eine Regierungssprecherin. Das Asylverfahren werde durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Deutschland durchgeführt.

    Abschiebetermin lag zwei Tage vor Schutzfrist

    Die 18-jährige Asatu Kadi sollte im Rahmen der so genannten Dublin-Verordnung zwei Tage vor Beginn der Schutzfrist für Schwangere aus Deggendorf nach Italien überstellt werden. Bayern schiebt Schwangere sechs Wochen vor dem Geburtstermin und drei Monate nach der Geburt nicht ab.

    Die christliche Flüchtlingshilfsorganisation Matteo hatte auf die Notlage der Frau hingewiesen. Eine Abschiebung würde für die Frau bedeuten, dass sie ohne Versorgung auf der Straße leben und ihr Kind wahrscheinlich notfallmäßig ohne ausreichende medizinische Versorgung zur Welt bringen müsse.

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    Autor
    • Lisa Weiß