Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Abschaltdatum für Kohlekraftwerke in Unterfranken noch offen | BR24

© picture alliance/imageBROKER

Symbolbild: Kohlekraftwerk

Per Mail sharen
Teilen

    Abschaltdatum für Kohlekraftwerke in Unterfranken noch offen

    Derzeit laufen in Unterfranken noch zwei kleinere Steinkohlekraftwerke: eines in Schweinfurt, das andere in Stockstadt am Main. Auch nach der Einigung der Kohlekommission ist für beide kein konkretes Abschaltdatum absehbar.

    Per Mail sharen
    Teilen

    Das Gemeinschaftskraftwerk Schweinfurt (GKS) gehört Kommunen und Unternehmen aus der Umgebung (Baujahr 1990, 24 Megawatt). Neben Kohle wird hier auch Abfall verbrannt. Die Betreibergesellschaft sieht darin kein klassisches Kohlekraftwerk im Sinne der Kohlekommission, zumal das GKS dank Kraft-Wärme-Kopplung hocheffizient sei. Es versorgt Teile Schweinfurts und ortsansässige Großbetriebe mit Fernwärme. Die technische Lebenserwartung der Anlage stimme in etwa mit dem Ausstiegsjahr 2038 der Kohlekommission überein.

    "Trotzdem wollen wir auch im Vorfeld schon den Kohleeinsatz weiter reduzieren." Geschäftsführer des Schweinfurter Kraftwerks, Ragnar Warnecke

    Ausstieg mit hohen Investition verbunden

    In Stockstadt am Main betreibt die Papierfabrik Sappi ein Kohlekraftwerk (Baujahr 1969, 25 Megawatt). Der Strom dient vor allem dem Eigenbedarf der Fabrik. Nach Angaben von Sappi läuft das Kraftwerk mit einem Drittel erneuerbarer Brennstoffen wie Biogas. Neben Kohle kommt auch noch Erdgas zum Einsatz. Das Kraftwerk liefert nicht nur Stro, sondern auch Wärme. "Der mit sehr hohen Investitionen verbundene Ausstieg aus der Kohlenutzung ist mittelfristig unser Ziel", schrieb eine Unternehmenssprecherin auf BR-Anfrage.